Karriere4 Dinge, die ein moderner Chef 2019 nicht mehr tun sollte

Moderne Chefs verzichten auf despotisches Brüllen und Superman-Aspirationen. Unsplash

#1 Brüllen

Die ehrlichste Strategie bei einem brüllenden Chef: In schallendes Gelächter ausbrechen. Wer allen Ernstes meint, im 21. Jahrhundert einen Angestellten anschreien zu dürfen, kann sich auch gleich mit den Fäusten auf die Brust schlagen und den Stellvertreter zum Entlausen antreten lassen. An welchem Komplex man auch immer leidet, das Anbrüllen eines Angestellten ist einfach nur peinlich und der ultimative Offenbarungseid. Je lauter ein Chef wird, um seine Verachtung kund zu tun, desto armseliger ist er. So einfach kann das Leben sein.

#2 Keine Schwäche zeigen

Chefsein ist schwer. Die Verantwortung kann auch gute Vorgesetzte dazu verleiten, sich vor den Angestellten nie eine Blöße zu geben. Aber dieser Superman-Ansatz ist antiquiert. Denn er impliziert, dass Angestellte dumm sind und nicht ganz genau erkennen, wenn der Chef in Wahrheit ins Schwimmen gerät. Chefs dürfen heute durchaus mal sagen: Ich weiß auch nicht genau, was passieren wird – aber ich tue mein Bestes, um uns für alle Eventualitäten zu wappnen. Moderne Chefs glänzen mit einer idealen Mischung aus Transparenz, Souveränität und Kompetenz.

#3 Mobbing

Vorgesetzte zählen zu den schlimmsten Mobbern am Arbeitsplatz. Dieser grassierende Missbrauch von Macht und Einfluss wird immer wieder bei Umfragen festgestellt. Leider gilt auch im Jahr 2019 die Erkenntnis: Zu viele Vorgesetzte gelangen trotz – oder gerade wegen – eines abscheulichen Charakters an die Spitze. Manch ein Chef mag sich vielleicht gar nicht im Klaren sein über die Auswirkungen seines Handelns. Für diese unbewussten Täter ist ein rascher Realitätscheck angesagt. Denn langsam aber sicher wird das Herabwürdigen von Angestellten zum ernsthaften Geschäftsrisiko.

#4 Nicht abschalten

Burn-out kann bei Firmengründern existenzbedrohend werden. Wer ständig bis zum Leistungslimit schuftet, riskiert damit nicht nur die eigene Gesundheit. Auch die Lebensgrundlage der Angestellten wird aufs Spiel gesetzt. Ein moderner Chef erkennt, dass Aufopferung ein veraltetes und gefährliches Management-Modell ist. Ein erholsames Wochenende ist also mitnichten egoistisch, sondern geradezu ein Dienst an der Belegschaft.