Karriere3 etwas andere Gründe für einen Jobwechsel

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Symbolbild JobwechselTumisu auf Pixabay

#1 Keine Fortbildung

Im Bereich der beruflichen Fortbildung gibt es in Deutschland riesigen Nachholbedarf. Den meisten Firmen ist bewusst, dass sie ihre Fachkräfte weiter qualifizieren müssen. An der praktischen Umsetzung hapert es aber meist. Das kann auf längere Sicht für den Betroffenen zum Problem werden. In der aktuellen Firma scheint das Fachwissen zwar auszureichen. Das sieht auf dem freien Arbeitsmarkt jedoch womöglich ganz anders aus.

Geht der Betrieb pleite oder erteilt er die Kündigung, ist der eben so geschätzte Beschäftigte womöglich für andere Arbeitgeber wegen mangelnder Qualifikationen uninteressant. Berufliche Weiterbildung fällt deshalb in den meisten Branchen nicht unter in die Kategorie „nette Benefits“. Ein Arbeitgeber, der partout nicht vernünftig fortbilden will, kann zum Risiko für die berufliche Zukunft werden.

#2 Job ist nicht mehr derselbe

Die meisten Menschen möchten sich im Job weiterentwickeln. Wenn die Position jener von vor einigen Jahren so gar nicht mehr ähnelt, kann das aber ein Alarmzeichen sein. Insbesondere Personalmangel oder -abbau führen schnell dazu, dass man immer neue Aufgaben übernimmt, die eigentlich nicht zum Tätigkeitsprofil passen. Was als vermeintliche Vertretung und Gefallen für den Arbeitgeber beginnt, kann leicht zum Dauerzustand werden.

Da ist eine Rückkehr zum alten Jobprofil vielleicht gar nicht mehr möglich, weil man einmal zu viel Ja gesagt und Fakten geschaffen hat, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ein Neustart bei einem anderen Arbeitgeber kann da die einzige Möglichkeit darstellen, zum eigentlichen Beruf zurückzukehren.

#3 Firma ist nicht mehr dieselbe

Nicht nur Jobbeschreibungen, auch Unternehmen sind nicht vor negativen Veränderungen gefeit. Wer einst bei einem dynamischen Start-up angefangen hat, stellt vielleicht irgendwann fest, dass die Luft raus ist. Vielleicht haben sich die Gründer übernommen. Vielleicht investieren sie ihre Leidenschaft mittlerweile lieber in andere Projekte. Oder der Wandel zu einem etablierten Unternehmen hat der Firma nicht gutgetan.

Auch bei bereits etablierten Firmen können unter anderem wirtschaftliche Zwänge dazu führen, dass Aufträge angenommen werden, die früher tabu gewesen wären. Loyalität ist eine ehrenwerte Charaktereigenschaft. Aber wenn der Partner von einst in dieser Form gar nicht mehr existiert, kann ein Jobwechsel eine gute Entscheidung sein.

 


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