Lagebericht-PodcastWie viel kostet eine Immobilie tatsächlich?

Ob Makler-, Notar- oder Sanierungskosten - diese wichtigen Punkte sollten bei der Budgetplanung nicht vergessen werdenIMAGO / Imaginechina-Tuchong

Manche Immobilie mag auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen aussehen. Doch ohne den richtigen Budgetplan können die weiteren Ausgaben zur finanziellen Herausforderung werden. Auf welche Kostenpunkte Hauskäufer im Detail achten sollten, erklären Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach in der fünften Folge des neuen Capital-Immobilienpodcasts „Lagebericht“.

An einem konkreten Beispiel – ein fiktives Objekt zum Preis von 100.000 Euro – rechnen die beiden Immobilienexperten das ganze durch: „Was erwartet mich, wenn ich mir eine Immobilie anschaffen möchte?“ Es geht um die Höhe des nötigen Eigenkapitals, um die Finanzierung durch eine Bank und um die Frage, ob möglicherweise ein Makler involviert ist, der eine Provision erhalten würde.

Die Regeln zur Maklerprovision wurden im Dezember angepasst – früher mussten Käufer die Provision allein tragen, heute sei sie mindestens hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufzuteilen. So könne man zumindest im Vergleich zum vergangenen Jahr an dieser Stelle Geld sparen. Dennoch liege die Provision durchschnittlich bei anderthalb bis drei Prozent, so Ivankovic. Hettenbach erinnert an den nächsten Kostenpunkt: Auch der obligatorische Notartermin müsse bezahlt werden. Dabei könne man mit bis zu sechs Prozent des Kaufpreises rechnen. Hinzu komme die Grunderwerbssteuer. „Fassen wir zusammen: Wir sind nun bei etwa 110.000 bis 112.000 Euro.“

„Unbedingt an das Budget halten“

Wer außerdem noch sanieren möchte, sollte den Budgetplan entsprechend anpassen. „Wenn du innen intensiv arbeiten möchtest, können das um die 1.500 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter werden“, rechnet Hettenbach vor. „Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern kann so 150.000 bis 200.000 Euro dazukommen.“ Ivankovic rät, die nächsten zwölf Monate unbedingt vorauszuplanen. In einem Punkt sind sich die beiden Fachleute sofort einig: Saniert wird vom Käufer und nicht vom Verkäufer. Zum einen hätten die Parteien in der Regel unterschiedliche Vorstellungen, was den Stil angeht. Zum anderen könne der Verkäufer dadurch keine automatische Wertsteigerung um ebendiesen Betrag erzielen. Ivankovic erklärt: „Ein Invest kann nicht zu dem Wert dazu gerechnet werden, Märkte haben Grenzen.“

Um beim Hauskauf keinen Kostenpunkt zu vergessen, empfiehlt Hettenbach den DIN-276-Kostenrahmen als Hilfe. Dort seien Positionen in einem Leistungskatalog aufgeführt, die man sonst eventuell nicht im Blick habe. Mit welchen weiteren Kosten zu rechnen ist, erzählen Hettenbach und Ivankovic in der fünften Folge des Immobilienpodcasts.

Hören Sie außerdem in der fünften Folge des „Lageberichts“:

  • Was bei einem Neubau zu beachten ist
  • Wieso der Einstieg in das Immobiliengeschäft so schwierig ist
  • Welche „Budgetsprenger“ bei der Einrichtung warten

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