PodcastWie finanziere ich einen Hauskauf ohne Eigenkapital?

Ein junges Pärchen sitzt in einer Wohnung im Wohnzimmer und bespricht die Konstruktionsplaene des zukünftigen Hauses
Symbolbild Hauskaufdpa

In der Corona-Pandemie ist die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden noch einmal gewachsen. Allerdings sind auch die Immobilienpreise in Deutschland weiter gestiegen – und sie steigen immer noch. In Berlin sollen die Preise für Häuser um bis zu zehn Prozent zulegen. Für viele Menschen wird der Hauskauf zum finanziellen Drahtseilakt.

Ist der Hauskauf auch ohne Eigenkapital möglich? Im Internet locken Anbieter dafür schon mit Trainings und Coaching-Angeboten. Wie seriös diese sind, erörtern die iib-Geschäftsführer Peter Hettenbach und Katarina Ivankovic im „Lagebericht“-Podcast. Teuer seien diese Coachings allemal: „Da reden wir ja auch mal über vier- oder fünfstellige Summen“, so Hettenbach. „Und das wäre ja schon ein schöner Eigenkapital-Anteil für die Immobilie.“ Die Experten sind wenig angetan von den Internet-Angeboten. Hettenbach sagt, man solle „in jedem Fall in solche Programme nicht investieren, wenn man noch nicht einmal das als Eigenkapital hat“.

Was genau bedeutet nun aber „ohne Eigenkapital“? Eine klare Definition gebe es nicht, sagt Ivankovic. „Grundsätzlich unterscheidet quasi der Finanzierer, also die Bank, die euch da Geld leiht, zwischen drei Varianten.“ Als erstes gebe es die Standardfinanzierung: Man bringe zwischen 10 und 20 Prozent Eigenkapital mit, den großen Rest schieße die Bank zu. Die zweite Variante sei eine 100-Prozent-Finanzierung durch die Bank. Nebenkosten, die sich auf etwa 15 Prozent der Kaufsumme beliefe, trage der Käufer allerdings selbst.

Und wenn man das nötige Geld dazu nicht habe? „Auch das ist möglich und nennt sich dann Vollfinanzierung“, sagt Ivankovic. „Das heißt, ihr leiht euch von der Bank sowohl die gesamte Summe zum Kauf der Immobilie als auch das Geld, was ihr zur Deckung der Kaufnebenkosten braucht.“ Geeignet sei dies allerdings „für wirklich sehr reiche Leute, die über viele Vermögensgegenstände verfügen“, sagt Hettenbach. Und Ivankovic ergänzt: „Es geht einzig und allein um Risiko, Berechnung und Risikominimierung.“ Worüber man sich vor der Finanzierung Gedanken machen sollte, und welche Finanzierung am besten zu einem passt, erklären die iib-Geschäftsführer in der neuen Folge des „Lageberichts“.

Hören Sie außerdem in der siebzehnten Folge:

  • Für wen Immobilien als Kapitalanlage nicht geeignet sind,
  • welche Tipps und Tools die Experten für den Hauskauf ohne Eigenkapital empfehlen,
  • wie viel Prozent Zinsen man jährlich zurückzahlen sollte.

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