ImmobilienWas Hausbesitzer im Herbst beachten sollten

Verstopfte Dachrinne bei Starkregen
Verstopfte Dachrinne bei Starkregenimago images / blickwinkel

Wenn der Sommer zu Ende geht und der Herbst Einzug hält, wird es ruhiger in den Gärten und die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück. Für Immobilienbesitzer gibt es bei fallenden Temperaturen und kräftigerem Wind allerdings einiges zu tun. Mit diesen Tipps kommen Hauseigentümer gut durch den Herbst und machen ihre Immobilien winterfest.

#1 Dach und Schornstein checken

Regen, Hagel und kriechende Feuchtigkeit: Wer sein Hausdach früh auf undichte Stellen und lockere Ziegel untersucht, bleibt trocken, wenn das Wetter rauer wird. Um das Dach besonders gut gegen Sturmschäden zu rüsten, kann man Ziegel mit sogenannten Sturmklammern fixieren. So können Herbststürme dem Dach nichts anhaben. Auch der Schornstein sollte auf Schwachstellen überprüft werden. Denn sobald es friert, kann eingesickerte Feuchtigkeit kleine Risse immer weiter aufstemmen.

#2 Regenrinnen und Rohre kontrollieren

Sind Regenrinnen und andere Rohre nicht ausreichend vor herabfallenden Blättern geschützt, können sie verstopfen und schließlich überlaufen. Schlimmstenfalls entstehen dadurch ernste Wasserschäden bis hin zu Rissen in der Hauswand. Bei Flachdächern kann stehendes Wasser sogar das Dach zum Einsturz bringen. Hausbesitzer sollten deshalb Laub und Moos rechtzeitig entfernen. Die gesäuberten Rohre und Rinnen sollte man direkt auf undichte Stellen prüfen und gegebenenfalls ausbessern. Wer sich die Arbeit im nächsten Herbst erleichtern will, bringt Regengitter in den Rinnen an, die das Verstopfen verhindern.

#3 Außenwände prüfen

Risse im Putz sind nicht nur Schönheitsfehler. Einsickerndes Wasser kann Schäden in der Fassade verschlimmern, und feuchte Wände neigen dazu, zu schimmeln. Die Reparatur kann teuer werden. Es empfiehlt sich daher, kleine Schäden früh auszubessern. Wem handwerkliches Know-how fehlt, der sollte diese Arbeit einer Fachkraft überlassen. Beim Check-up von außen die Fenster nicht vergessen: Sind die Gummi-Abdichtungen unversehrt und sauber? Feuchte Dichtungen können einfrieren und undicht werden.

#4 Heizung fit machen

Damit es bei Wind und Wetter drinnen warm und behaglich bleibt, sollten Hausbesitzer ihre Heizung vor Beginn der Heizperiode überprüfen. Muss ein Heizkörper entlüftet werden, macht sich das durch gluckernde Geräusche bemerkbar. Dann sollte man die überschüssige Luft ablassen. Darüber hinaus sollte man Heizungen regelmäßig reinigen. Verschmutzungen steigern die Hausstaubbelastung und können überdies die Heizleistung bis zu 30 Prozent mindern.

#5 Außenbereich und Garten sichern

Im Herbst sollten Immobilieneigentümer nicht nur ihr Haus, sondern auch den Außenbereich wetterfest machen. Die sogenannte Verkehrssicherungspflicht gilt für Wege und Bürgersteige vor der Haustür. Diese sollte man regelmäßig von nassem Laub und Unkraut befreien, um Unfälle und Ärger zu vermeiden. Außerdem sollte der Rasen vor dem Winter gemäht, gedüngt und vom Laub befreit werden. Sträucher und Stauden kann man zurückschneiden und Grünabfälle kompostieren oder zum Abdecken von Beeten verwenden. Vorsicht bei kranken Bäumen und morschen Ästen: Bei Sturm können sie das Haus beschädigen oder auf das Nachbargrundstück fallen. Gerade alte Bäume sollte man deshalb zu Herbstbeginn genau begutachten. Ist die Pflicht erledigt, kommt die Kür: Hausbesitzer sollten im Herbst ihre Außenbeleuchtung kontrollieren oder können eine solche neu anbringen. Dann muss auch an trüben Tagen niemand im Dunkeln tappen.

 


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