Podcast Worauf man beim Vererben und Verschenken einer Immobilie achten muss

Ein altes Ziegelsteinhaus auf Sylt mit Blumen im Vorgarten
Ein altes Ziegelsteinhaus auf Sylt mit Blumen im Vorgarten
© IMAGO / Westend61
Wer eine Immobilie vererben oder verschenken will, muss sich im Klaren sein, dass das nicht so einfach ist. Man muss einiges beachten. Wie man vorgehen sollte, erklären Peter Hettenbach und Katarina Ivankovic im „Lagebericht“-Podcast

Grundsätzlich gibt es zwei Arten eine Immobilie zu übertragen. Entweder man verschenkt sie noch zu Lebzeiten oder sie wird nach dem Tod weitervererbt. Im zweiten Fall kann ein vorher erstelltes Testament regeln, wer die Immobilie bekommt. Sollte allerdings im Todesfall kein Testament vorliegen, wird das Erbe durch die gesetzlich festgelegte Erbfolge geregelt.

Wer sein Vermögen vererben oder verschenken will, muss allerdings einiges beachten. Im Podcast erklären die Immobilienexperten des iib-Instituts, Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach, worauf zu achten ist – sowohl wenn man vererbt als auch wenn man erbt.

Zunächst einmal gilt: Ein Immobilie zu überschreiben ist dasselbe, wie sie zu verschenken. Für Immobilien gilt dabei auch dasselbe wie für das restliche Vermögen. Wenn man sie verschenken oder vererben will, gibt es Steuerfreibeträge, deren Höhe vom jeweiligen Verwandtschaftsgrad abhängt. Grundsätzlich gilt je näher die beiden Parteien miteinander verwandt sind, desto höher ist auch der Freibetrag.

Der Bemessungszeitraum dieser Freibeträge liegt bei zehn Jahren. Da heute der Wert vieler Immobilien die Freibeträge überschreitet, kann es sinnvoll sein, schon lange vor dem Tod einen Teil zu übertragen. In einem solchen Fall gibt es Möglichkeiten, die Nutzungsrechte bis zum Ableben des Schenkenden zu klären, um dadurch Probleme für ihn zu vermeiden.

Vorsicht beim Vererben oder Verschenken

Allerdings können für den Beschenkten beziehungsweise Erben Schwierigkeiten auftreten, denn „auch eine geschenkte Immobilie kommt mit Verpflichtungen“, sagt die iib-Geschäftsführerin Katarina Ivankovic. „Man kann auch Schulden erben“, fügt Peter Hettenbach hinzu. In so einem Fall kann es sinnvoll sein, das Erbe auszuschlagen.

Um einen möglichst konfliktfreien und reibungslosen Ablauf zu ermöglichen nennt der iib-Geschäftsführer drei wichtige Punkte, auf die es zu achten gilt: Langfristig planen, Experten dazu holen und das Erbe im Vorfeld klären.

Im Podcast sprechen die beiden Immobilienexperten über zusätzliche Regelungen, die man treffen sollte, wenn man eine Immobilie verschenkt, welche gesetzlichen Grundlagen es gibt und warum man unbedingt einen Notar dazu holen sollte, wenn man sein Testament aufsetzt.

Hören Sie außerdem in der 38. Folge des „Lagebericht“-Podcasts:

  • Wie und warum man die Nutzungsrechte bei einer Schenkung regeln sollte.
  • Welche Steuerfreibeträge für welchen Verwandtschaftsgrad gelten.
  • Unter welchen Umständen man eine Immobilie steuerfrei erben kann.

Alle Folgen finden Sie direkt bei Audio Now, Apple oder Spotify oder via Google.


Mehr zum Thema



Neueste Artikel