Meine StadtCorny Littmann über sein Hamburg

Corny Littmann
Corny Littmann dpa

Der Theatermacher, Schauspieler und Regisseur Corny Littmann liebt und lebt in
 St. Pauli, dem bekanntesten Stadtteil von Hamburg. Der Kulturschaffende engagiert sich gegen Rassismus und für die Rechte von Lesben und Schwulen. Viele Jahre war der 65-Jährige Präsident des FC St. Pauli.
 An seiner Wahlheimat mag er vor allem das Weltoffene der Hafenstadt.

Meine Heimat

Heimat ist für mich das Gefühl,
 zu Hause zu sein. Und ein Zuhause ist mir sehr wichtig. Darunter verstehe ich vor allem Vertrautheit und Vertrauen. Von daher verbinde ich Heimat nicht nur mit Orten, sondern vielmehr mit Menschen. Heimatliche Gefühle habe ich also an vielen Orten.

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Mein Haus

Mit 15 Jahren kam ich nach Hamburg, weil mein Vater an die Uni berufen wurde. Meine erste eigene Wohnung hatte ich dann im Schanzenviertel. Eine Bruchbude, ein Zimmer mit nix drin. Ich bin schätzungsweise sechs- bis achtmal in Hamburg umgezogen. Anfangs quer durch die Stadt, später mehrfach in St. Pauli. Heute wohne ich in einer Nebenstraße der Reeperbahn. Das ist praktisch: kurzer Weg zur Arbeit und eine sichere Rückkehr auch in leicht angetrunkenem Zustand.

Mein Wohnstil

Meine Wohnung hat 90 Quadratmeter. Freunde, die mich besuchen, wundern sich über meine leicht chaotische „Studentenbude“. Ein großes Bett, ein bequemes Sofa und ein großer Fernseher für die Fußballspiele, mehr brauche ich nicht. Und natürlich liegt jede Menge Papier rum.

Meine Stadt

Hamburg ist eine weltoffene Stadt mit viel Wasser und Grün. Die Menschen hier wirken im ersten Moment zurückhaltend, nicht unbedingt kontaktfreudig. Aber wehe, der Hamburger taut auf.
 Die Stadt ist unaufgeregt, gelassen. Das mag nicht in allen Stadtteilen so sein, aber da, wo ich mich aufhalte, schon. Etwas, das es in keiner anderen Stadt so gibt, ist St. Pauli. Und der FC St. Pauli.

Meine Lieblingsorte

Am liebsten sitze ich tagsüber bei sommerlichen Temperaturen in einem der Cafés bei einem Cappuccino – an der Alster, der Elbe oder auch der Reeperbahn. Zugegeben, ein Vergnügen, das mir in Hamburg nur selten vergönnt ist.

Mein Gastro-Tipp

„Das Dorf“ in der Langen Reihe mit wunderbarer deutscher Küche und natürlich der Mittagstisch
 im Dips’n Stix, dem Restaurant des Schmidt Theaters.

Das müsste sich ändern

In der Innenstadt sollten nur noch E-Autos fahren dürfen – zum Glück habe ich eines. Und der öffentliche Nahverkehr sollte kostenlos sein.

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