SponsoredMehr Klarheit durch den Energieausweis

Ist die Immobilie „grün“ genug? Der Energieausweis zeigt es an Tim Möller-Kaya

Liebe auf den ersten Blick? Dann wird es Zeit, Ernst zu machen. Und das heißt: Fakten checken! Denn hinter der schönen Fassade der Traumimmobilie können sich gefährliche Kostenfallen verstecken. Ein schnelles Hilfsmittel für die Beurteilung des tatsächlichen Zustands einer Immobilie liefert der 2008 eingeführte Energieausweis. Mit seinen Angaben lassen sich der Energieverbrauch eines Hauses und die zu erwartenden Energiekosten abschätzen – inklusive des möglicherweise erforderlichen Sanierungsbedarfs zum Beispiel bei Heizung und Dämmung.

Transparenz ist Pflicht

Kaufinteressenten brauchen sich keine Sorgen zu machen, wie sie an die gewünschten Informationen kommen: Der Verkäufer muss den Energie-Effizienzstandard bereits in der Immobilienanzeige nennen, bei der Besichtigung hat er den Energieausweis ungefragt vorzuzeigen. Gesetzliche Grundlage dafür ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014. Sie regelt auch, dass bestimmte Angaben aus dem Energieausweis in der Immobilienanzeige enthalten sein müssen. Zu ihnen gehören:

  • Baujahr der Immobilie
  • Effizienzklasse der Immobilie
  • Energieträger für die Heizung im Gebäude
  • Endenergiebedarf oder Energieverbrauchswert

Weigert sich der Verkäufer, den Energieausweis vorzulegen, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 15.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

Wichtig für die Kaufentscheidung: der Energieverbrauch (Foto: Sparkasse)

Der feine Unterschied

Für die Berechnung der energetischen Qualität eines Wohngebäudes werden zwei unterschiedliche Verfahren eingesetzt.

  • Der verbrauchsorientierte Ausweis gibt an, wie viel Energie die Bewohner der Immobilie jährlich verbraucht haben. Grundlage sind die Heizkostenabrechnungen der vergangenen drei Jahre.
  • Beim bedarfsorientierten Ausweis untersucht der Aussteller des Ausweises Eckdaten wie Baujahr, Gebäudetyp und Bauunterlagen. Auf dieser Grundlage wird der Energiebedarf berechnet.

Meist können die Eigentümer frei wählen, ob sie einen verbrauchs- oder bedarfsorientierten Energieausweis vorlegen. Allerdings ist für Bestandsgebäude, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und in denen es bis zu vier Wohnungen gibt, der aufwendigere Bedarfsausweis Pflicht – es sei denn, die Gebäude wurden nach 1977 energetisch saniert. Da der verbrauchsorientierte Ausweis durch das individuelle Verhalten der Vorbewohner bestimmt wird, gilt der bedarfsorientierte Ausweis generell als aussagekräftiger.

Der Energieausweis informiert Kaufinteressenten umfassend

Was der Energieausweis aussagt

So kompliziert die Erhebung der Daten für den Energieausweis sein kann, so einfach ist es, ihn zu lesen: Im Prinzip funktioniert die Anzeige im Ausweis wie eine Ampel. Zeigt der Pfeil in den grünen Bereich, ist der zu erwartende Energieverbrauch eher gering. Steht die Anzeige auf Gelb, gibt es Verbesserungspotenzial. Im roten Bereich sollte man sich auf hohe Energiekosten oder eine grundlegende Sanierung einstellen.

Doch Vorsicht: Die Aussagekraft von Energieausweisen hat Grenzen. Wenn eine Immobilie zum Beispiel lange Zeit leer stand, sagt der Verbrauchsausweis nicht viel aus. Außerdem gilt der Energieausweis immer für das ganze Gebäude. In einer Dachgeschosswohnung könnte daher ein ganz anderer Energieverbrauch auftreten als im Erdgeschoss.

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