ImmobilienKaufvertrag: 10 Regeln für die Übertragung einer Immobilie

Symbolbild Kaufvertrag
Symbolbild Kaufvertragdpa

Auf dem Weg zum Wohneigentum ist die Unterzeichnung des Kaufvertrags der entscheidende Schritt. Eigentümer der Immobilie werden Sie zwar erst einige Zeit nach dem Notartermin durch die Umschreibung im Grundbuch. Abspringen können Sie jedoch nicht mehr. Nur in Ausnahmefällen, etwa wenn Sie der Verkäufer nachweisbar arglistig getäuscht hat, ist eine Rückabwicklung möglich.

Ein Immobilienkaufgeschäft muss immer über einen Notar abgeschlossen werden, der dafür sorgt, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Ein paar Fallstricke existieren dennoch. Deshalb sollten Sie die folgenden Regeln beherzigen:

#1 Kreditzusage sichern

Ihre Finanzierung muss gesichert sein, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben. Klären Sie im Vorfeld alle Modalitäten Ihres Immobilienkredits. Der Notar wird eine Darlehenszusage Ihrer Bank anfordern.

#2 Notar auswählen

Üblicherweise bestimmt der Käufer den Notar, immerhin trägt er auch die Kosten der Vertragsabwicklung. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch und fragen Sie nach Empfehlungen für eine Kanzlei.

#3 Unabhängig beraten lassen

Als neutrale Instanz sorgt der Notar dafür, dass das Kaufgeschäft rechtlich einwandfrei abläuft und weder Käufer noch Verkäufer ungesicherte Vorleistungen erbringen. Er überprüft jedoch nicht, ob Sie bei dem Kauf ein gutes oder faires Geschäft machen. Dazu lassen Sie sich von einem eigenen Rechtsanwalt oder Sachverständigen beraten.

#4 Vertrag gründlich prüfen

Der Notar muss den Entwurf des Kaufvertrags mindestens 14 Tage vor dem Beurkundungstermin an beide Kaufparteien verschicken. Nutzen Sie diese Zeit, um das Schriftstück sorgfältig zu lesen, Fragen an den Notar zu stellen, sich beraten zu lassen und gegebenenfalls Änderungen zu verlangen. Beim Beurkundungstermin liest der Notar den gesamten Vertrag vor, und Sie haben ein letztes Mal Gelegenheit, Änderungen zu veranlassen.

#5 Grundbuch einsehen

Es zählt zu den Aufgaben des Notars, das Grundbuch einzusehen und festzustellen, ob das Grundstück frei von Belastungen ist. Es kommt gelegentlich vor, dass Notare darauf verzichten und stattdessen im Kaufvertrag auf mögliche Risiken verweisen. Fordern Sie im Zweifel selbst einen Grundbuchauszug an. Als nachgewiesener Kaufinteressent sind Sie zur Einsicht berechtigt.