PodcastImmobilien als Altersvorsorge?

Symbolbild: Vorsorge
Symbolbild: VorsorgeGetty Images

Der Generationenvertrag in der umlagefinanzierten Rentenversicherung wird brüchig. 1962 wurde ein Rentner noch von sechs Beitragszahler getragen, heute sind es nur noch 2,1 Einzahler, die für die Rente einer Person aufkommen müssen. Keine Frage, der demografische Wandel belastet die gesetzliche Altersvorsorge. Die Angst vor Altersarmut und einem weiter ansteigenden Renteneintrittsalter haben das Vertrauen vieler Menschen in das Rentensystem erschüttert. Die iib-Geschäftsführer Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach sprechen in der aktuellen Folge des Immobilien-Podcasts von Capital über Aktien und Immobilien als Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge. 

Nach Ansicht der iib-Geschäftsführerin droht ein großer gesellschaftlicher Kollaps, wenn das Rentensystem nicht mehr funktioniert. Ob aus fehlendem Vertrauen in die gesetzliche Altersvorsorge oder dem Wunsch die Rente ein bisschen aufzustocken, viele Menschen denken heute über Wege nach, privat fürs Alter vorzusorgen. Wenn man sein Geld einfach nur aufs Konto oder ein Sparbuch packt, dann ist es wegen der Inflation am Ende weniger wert. Daher sollte das Geld anderweitig angelegt werden, zum Beispiel in Immobilien. Aber wie viel sollte man anlegen? Und worauf sollte man dabei achten? Und wo liegen die Vor- und Nachteile einer Investition in Aktien bzw. Immobilien.

Richtig investieren 

„Mindestens 250 Euro oder zehn Prozent des Nettogehaltes“, muss man Peter Hettenbach zufolge zur Seite legen, um eine solide Grundlage für die private Altersvorsorge zu schaffen. „So früh wie möglich, der Zinseszins braucht Zeit“, sagt Katarina Ivankovic. Aber mit welchen Renditen kann man rechnen? Der Reiz des Zinseszinses: 250 Euro pro Monat über 40 Jahre bei einem Zins von fünf Prozent ergeben 418.000 Euro. 125.000 Euro hätte man eingezahlt der Rest wäre über Zinsen zusammengekommen. Dann könnte man von den weiteren Zinsen von etwa 2000 Euro pro Monat als zusätzlicher Rente leben. 

Klingt großartig, oder? Aber Vorsicht! „Es ist nicht ausgeschlossen sein Geld zu verlieren“, warnt Peter Hettenbach. „Man sollte nicht alles aufs selbe Pferd setzen.“ Diversifizierung heißt die Devise auch bei der Altersvorsorge. Und hier hat die Immobilie Nachteile gegenüber anderen Formen der Kapitalanlage. „Eine Immobilie als erste Investition ist im Regelfall nicht das sinnvollste“, sagt der iib- Geschäftsführer Peter Hettenbach. Mit Aktien ist Diversifizierung einfacher zu haben, etwa durch den Kauf eines breitgestreuten Fonds. Außerdem kommen Anleger viel einfacher an ihr Geld. Immobilien haben aber auch Vorteile. 

Welche das sind, welche Tücken Aktien mit sich bringen und warum man bei ETFs derzeit Vorsicht angezeigt ist, erklären Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach in der aktuellen Folge des Lageberichts. Außerdem gibt es einen kurzen Kommentar zu Kryptowährungen und „Shitcoins“. 

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