PodcastHohe Heizkosten: Was bringen Wärmepumpen?

Eine Frau wirft Geld in ein Sparschwein, welches auf einer Heizung steht.IMAGO / Panthermedia

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Preise für Heizöl und -gas um 30 Prozent erhöht. Konkret kostet Heizöl nun 90 Cent/l statt 60 Cent/l und Heizgas 9 Cent/kWh statt 6 Cent/kWh. Da man aus einem Liter Heizöl circa 10 kWh Energie gewinnen kann, liegen die Preise für Heizöl und -gas sehr nah beieinander.

2020 lagen die Preise für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter Wohnung in einem Mehrfamilienhaus bei rund 650 Euro. 30 Prozent höhere Brennstoffpreise würden die Kosten für eine solche Durchschnittswohnung also um 130 Euro erhöhen. Häuser und Wohnungen, die noch mit alten Heizsystemen ausgestattet sind, werden besonders hart getroffen, da die älteren Systeme ineffizienter sind.

Alternative Heizsysteme und Ökostrom: Worauf müssen Verbraucherinnen und Verbraucher achten? Und welche Herausforderungen kommen auf das deutsche Stromnetz zu? Darüber sprechen die iib-Geschäftsführer Peter Hettenbach und Katarina Ivankovic in der aktuellen Folge des Immobilien-Podcast „Lagebericht“.

Viele Menschen in Deutschland heizen noch mit fossilen Brennstoffen. Das ist nicht nur schlecht für das Klima auch die Preise sind in diesem Jahr stark gestiegen. Und durch die CO2-Steuer werden sie vermutlich auch weiter hoch bleiben.

Der Median für das Nettoeinkommen eines Ein-Personen-Haushalts in Deutschland liegt laut Peter Hoffenbach bei etwa 1900 Euro. Für die 50 Prozent der Menschen in Deutschland, die darunter liegen, können ein paar hundert Euro stark ins Gewicht fallen. Das Einkommen vieler Rentnerinnen und Rentner liegt oft weit darunter, zudem wohnen sie häufig in Häusern mit alten Heizsystemen, die einen besonders hohen Verbrauch haben, also auch besonders hohe Heizkosten.

Wärmepumpen nur bedingt Alternative

Es gibt strombasierte Alternativen, die sogar Energieeffizienter arbeiten als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Systeme. Wärmepumpen entziehen die Wärmeenergie der Umgebung und können dadurch die Energie, die man für ihren Betrieb aufbringt, in ein Vielfaches an Heizenergie umwandeln. „Die Arbeitszahl ist hierbei sehr wichtig“, sagt Katarina Ivankovic. „Sie gibt an, um wie viel der reingesteckte Strom vervielfacht werden kann.“

Wärmepumpen, die Wärmeenergie aus dem Boden holen, sind effizienter als Luftwärmepumpen, aber sie benötigen mehr Platz. Zudem funktionieren sie nur bis zu einer Außentemperatur von minus 15 Grad. Wird es kälter, kann die Wärmepumpe nicht mehr genug Wärme schöpfen, um sparsam zu heizen, sondern erzeugt die Wärme komplett selbst.

Auch bei strombasierten Heizsystemen gibt es Probleme. Zum einen sind sie zwar langfristig billiger, aber nicht jeder verfügt über die liquiden Mittel, um die Installation finanzieren zu können. Außerdem brauchen diesen Systeme Strom. Mit Photovoltaik-Anlagen kann ein normales Haus um die 10.000 kWh an Strom produzieren und sich damit zu einem großen Teil selbstversorgen, aber die Installation einer solchen Anlage kostet Geld. Zudem kann damit nur tagsüber Strom produziert werden. Energie wird aber rund um die Uhr benötigt.

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