FerienimmobilienOstsee - hohe Preise lassen Käufer kalt

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Abends wird es still

Auch Travemünde entwickelt sich weiter: Die Travepromenade soll von Herbst 2018 an für 2,5 Mio. Euro umgestaltet werden. Rund um die Flaniermeile neben dem Gebäude des Lübecker Yachtclubs ist ein rund 1500 Quadratmeter messender Grünstreifen geplant. Das Grundstück mit Traveblick ist laut Kurdirektor Uwe Kirchhoff „der ideale Standort für eine Erlebnisgastronomie“, die den Ort auch abends beleben soll. Bislang werden hier nach 20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Angesichts der neuen Gäste, die man zu Tausenden anlocken will, könnte der Mangel an Ausgehmöglichkeiten problematisch werden, glaubt einer, der hier seit Jahrzehnten Urlaub macht. „Keine Ahnung, wie sie die vielen neuen Gäste beschäftigen und unterhalten wollen“, sagt der „Wiederholungstäter aus dem Westerwald“, wie er sich selbst beschreibt.

Nach Olpenitz ist Travemünde der zweite Ostseestandort, an dem massiv gebaut wird. Mit dem „High End Travemünde“ kommen 2018 gleich 108 Ferienwohnungen mit Seeblick auf den Markt. Schon jetzt sollen fast alle verkauft sein. Das Bauunternehmen Otto Wulff investiert mit Partnern rund 40 Mio. Euro in Travemünde. Dafür sollen in der Nähe des Kurparks 66 Ferienwohnungen sowie 53 Apartments entstehen. Nicht zu vergessen das größte Projekt auf der Halbinsel Priwall: Hier sind 473 Wohnungen im Bau, die je nach Typ und Ausstattung „Passat“, „Promenade“ und „Dünenvillen“ heißen sollen. Sie werden an Kapitalanleger verkauft und dann vom Ferienanbieter Novasol an Touristen vermietet. Gut die Hälfte der Objekte soll schon weg sein.