Lagebericht-PodcastDiese Fehler sollten Sie beim Immobilienkauf vermeiden

Ein Mann betrachtet in einem Schaufenster die ImmobilienangeboteIMAGO / McPHOTO

Auf dem Immobilienmarkt ist das Angebot knapp – zumindest in den großen Ballungsräumen. Oft muss man sich schnell entscheiden. Da kann es Kaufwilligen schnell passieren, dass sie die vorbereitenden Schritte vor dem Kauf aus dem Blick verlieren. So entstehen beim Hauskauf einige Fehlerquellen.

Welche das sind und wie man sie umgehen kann, erklären die iib-Geschäftsführer Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach in der neuen Folge des „Lagebericht“-Podcasts, angefangen beim Thema Geld: Vor dem eigentlichen Immobilienkauf geht es zuerst um die Budgetplanung. Wie hoch sollte der Anteil des monatlichen Einkommens sein, den man für seine Immobilie einplant? „Da gibt’s so eine Regel. So ungefähr ein Drittel sollte für die Immobilie draufgehen“, sagt Katarina Ivankovic. Mehr sollte es nicht sein, sonst gehe man ein finanzielles Risiko ein. Hettenbach erklärt, warum dort die Grenze liegt: „Es sind die Nebenkosten. Es ist nicht nur der Kaufpreis.“

Im Vorfeld konkret planen

Hettenbach rät dazu, sich all die finanziellen Prüfschritte vorher zu notieren und sich strikt daranzuhalten. Denn: Auch wer seine Immobilie vermietet, muss einkalkulieren, dass das Haus leer steht. Finanziell sollten Kaufinteressenten bzw. Eigentümer so aufgestellt sein, dass sie mindestens drei Monate ohne Mieter überbrücken können, sagt Ivankovic. „Gerade ein Haus braucht in der Regel ein bisschen länger, bis es einen Nachmieter gibt, als wenn man in Berlin in der Innenstadt eine kleinere Wohnung hat.“

Auch bei der Finanzierung selbst lauern mögliche Fehler. „Regel Nummer eins: mehrere Angebote für Finanzierungskonditionen einholen“, sagt die iib-Geschäftsführerin. Dabei lohne sich ein Blick in die Vergleichsportale, bei denen Finanzvermittler arbeiten. Es sei wichtig, bei der Finanzierung alternative Angebote zu haben. Sie rät davon ab, gleichzeitig mehrere Anfragen bei Banken zu starten. Denn zu jeder Anfrage wird direkt ein Schufa-Eintrag gemacht, was sich später negativ auswirken kann. „Bänker können darauf schauen und auf die Idee kommen ‚Oh, wenn er schon sieben Anfragen offen hat, dann wird er wahrscheinlich von niemandem finanziert. Da beteilige ich mich doch lieber auch nicht’“, sagt Hettenbach.

Einer der „häufigsten und auch einer der teuersten Fehler“ ist die Schätzung der Eigenleistung, sagt Ivankovic. Hettenbach ergänzt, dass bei einer Muskelhypothek – bei eigener Arbeit am Objekt – oft vom Sparen um die 50 Prozent gesprochen wird. „Die Hälfte ist es bei weitem nicht. Im Regelfall sind es 10 bis 20 Prozent – eher 10 Prozent.“ Hinzu komme der Zeitaufwand. Welche weiteren Fehler zu vermeiden sind, erörtern Ivankovic und Hettenbach in der aktuellen Folge.

Hören Sie außerdem in Folge 22 des „Lagebericht“,

  • warum man beim Hauskauf flexibel bleiben muss,
  • worauf Sie im Exposé achten müssen,
  • wie das Konzept bei Fremdnutzung aussehen sollte.

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