Lagebericht-PodcastDas müssen Sie beim Kauf eines Ferienhauses wissen

Ferienhäuser klingen zuerst wie ein lukratives Investment. Trotzdem gilt es, vor dem Kauf einiges zu beachten
Ferienhäuser klingen zuerst wie ein lukratives Investment. Trotzdem gilt es, vor dem Kauf einiges zu beachtenIMAGO / Maria Gänßler

Seit Kurzem sind in einigen Teilen Deutschlands touristische Übernachtungen wieder erlaubt. Das gilt für Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen – und führt zu einer Renaissance des Heimaturlaubs. Das hat Folgen für den Immobilienmarkt. Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der Ferienhausbesitzer um knapp ein Fünftel gewachsen, wie eine Untersuchung des Allensbach-Instituts zeigt.

In der elften Folge des „Lagebericht“ sprechen Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach, die Geschäftsführer des iib, deshalb darüber, ob es sich lohnt, auf den Ferienimmobilien-Trend aufzuspringen und sie erklären, was es dabei zu beachten gilt.

Zunächst müsse man Ferienimmobilien in drei verschiedene Arten unterteilen: Es gehe um die eigen- und fremdgenutzten Ferienhäuser sowie Ferienhäuser mit Mischnutzung. Aus diesen Kategorien ausgeschlossen werden Camping-Mobile und Tiny Houses. „Da geht es nicht um wirtschaftliche Dinge“, sagt Hettenbach. „Da geht es um Abenteuer.“ Geld verdienen sei in dieser „Sonderform“ von Urlaub nicht der Anreiz zur Investition. „Es ist kein Investment um einen geldlichen Ertrag davon zu haben“, sagt Ivankovic.

Wie hoch ist das Budget?

Danach geht es ans Finanzielle, denn das Budget bestimmt Größe und Lage der späteren Ferienimmobilie. Im Schnitt wird dafür ein sechsstelliger Betrag fällig. Zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen gehören laut Statistik unter anderem die Ostseeküste, der Schwarzwald, der Bodensee und der Spreewald. Da würden Immobilienpreise zwischen 200.000 und 600.000 Euro aufgerufen, sagt Hettenbach. Mit dem Mittelwert von 400.000 Euro rechnen die beiden Experten beispielhaft durch, was Kaufwillige bei diesem Investment finanziell erwartet.

Handelt es sich nun um eine eigengenutzte Ferienimmobilie? „Der Nachteil, wenn man sie alleine nutzt, ist, dass man sie alleine bezahlen muss“, so Ivankovic. Es gebe drei große Kostenkategorie: Kaufpreis, Betriebskosten und Steuern. „Du brauchst Geld, um das Haus zu erhalten“, sagt Hettenbach. Bei 400.000 Euro wären das im Regelfall um die 8000 Euro für beispielsweise Reparaturen. „Übrigens genau wie bei jedem Haus auch.“ Hinzu kämen die laufenden Kosten, die je nach Nutzungsart variieren können. „Wenn du elf Monate nicht da bist, ist das etwas anderes.“

Weitere Kosten können gerade bei der Eigennutzung durch eine Zweitwohnsitzsteuer anfallen. Warum sie in Deutschland unter Umständen sehr hoch ausfallen kann, erklären die beiden Hosts in der neuen Folge des „Lagebericht“-Podcasts.

Hören Sie außerdem in der elften Folge des „Lageberichts“,

  • welche Faktoren Sie bei einer Ferienhaus-Vermietung beachten müssen,
  • warum sich eine Ferienimmobilie zur reinen Eigennutzung finanziell nicht lohnt,
  • wie man mit Ferienwohnungen konkret Einnahmen erzielen kann.

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