PodcastBerlin, Hamburg, München: die Wohnungsnot der Studenten

Wohnungsnot ist ein Problem unter Studenten
Protestkundgebung in Stuttgart für bezahlbare Mieten und eine soziale Wohnungspolitik. IMAGO / Arnulf Hettrich

Noch nie haben in Deutschland so viele Menschen studiert. Ein Grund: Heute studieren mehr Frauen als früher. Aus Gleichstellungsperspektive ist das erfreulich. Dass immer mehr junge Menschen nach der Schule eine Hochschule besuchen, birgt aber auch Probleme. Denn es sind vor allem die Großstädte, die für viele Studenten attraktiv sind – doch hier herrscht chronische Wohnungsnot.

Wie so oft trifft die Knappheit an Wohnraum vor allem Menschen mit wenig Geld, Senioren etwa. Aber auch Studenten zählen dazu. Die Immobilienexperten des iib, Peter Hettenbach und Katarina Ivankovic, sprechen im Immobilien-Podcast „Lagebericht“ von Capital über die angespannte Lage für Studenten und ihre eigenen Wohnerfahrungen während des Studiums.

Man muss sich die Zahlen einmal vor Augen führen: Im Jahr 2008 studierten in Deutschland noch etwa zwei Millionen Menschen. Inzwischen sind es rund drei Millionen. Das ist eine Steigerung von gut 50 Prozent in weniger als 15 Jahren. Ein Zuwachs, den der ohnehin schon angespannte Wohnungsmarkt in deutschen Städten nicht auffangen kann. Zudem kommen immer mehr junge Menschen aus dem Ausland nach Deutschland, um hier zu studieren.

Doch das Wachstum bei den Studierendenzahlen könnte an ein Ende kommen. Peter Hettenbach hat sich einen Überblick über die Lage verschafft und meint, dass die Zahl der Studierenden in Deutschland voraussichtlich bis 2050 stabil bleiben wird.

Wohnungsnot: Angebot und Nachfrage

Da die Nachfrage hoch ist, sind die Preise für ein WG-Zimmer in den vergangenen Jahren explodiert. Laut der iib-Geschäftsführerin Katarina Ivankovic sind sie im Durchschnitt am teuersten in München mit 650 Euro, Frankfurt mit 530 Euro und Stuttgart, Berlin und Hamburg mit 470 bis 490 Euro. Dies Preise gelten jeweils pro WG-Zimmer.

Die beiden Immobilienexperten empfehlen für gewöhnlich, etwa 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Wohnung zu verwenden. Das ist für Studentinnen und Studenten bei der Preislage kaum machbar, denn „der Großteil von ihnen hat zwischen 500 und 1000 Euro“ im Monat zur Verfügung, sagt Hettenbach.

In der aktuellen Podcast-Folge gehen die beiden iib-Geschäftsführer ausführlich auf die Schwierigkeiten ein, denen Studenten heute auf dem Wohnungsmarkt ausgesetzt sind und zeigen auf, wie sie der Wohnungsnot vielleicht entgehen können. Besonderes Augenmerk legen Sie dabei auf WG-Zimmer und Wohnheime.

Hören Sie außerdem in der 36. Folge des „Lageberichts“,

  • welche sich die Pandemie auf die Wohnsituation von Studenten ausgewirkt hat,
  • wie die Digitalisierung das Problem nachhaltig entschärfen könnte,
  • wo man als Student vielleicht gute Chancen hat eine Wohnung zu finden.

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