Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Mettmann

Immobilien- und Mietpreise in Mettmann

Der Immobilienmarkt in Mettmann

Mangelware Neubau – Die besten Wohnlagen in Mettmann

Auch Mettmann profitiert vom Zuzug junger Familien und seiner Nähe zur Landeshauptstadt. Mit dem Auto oder der Regionalbahn ist Düsseldorf in 20 Minuten erreichbar, der Flughafen nur knapp eine Viertelstunde entfernt.

Doch nicht alle, die in der 40.000-Einwohner-Stadt wohnen wollen, finden eine Bleibe: Der Neubaumarkt ist abgegrast und die Baugebiete Erkrather Weg um die Paul-Klee-Straße, Mettmann-West und Lindenbeck/Metzkausen im Bereich Schüttenhassel sind ausgereizt. Deshalb begann 2011 ein großes Neubauprojekt im Stadtwald im Gebiet Böttingerweg. Auf dem Gelände der Sportanlagen entstehen mehr als 200 Wohneinheiten: Reihenhäuser, vorrangig aber Doppelhaushälften, „bis hin zu hoch exquisiten frei stehenden Objekten“, schwärmt Marlies Gumprich von der Stadtverwaltung. Die Objekte im Stadtwald liegen zwischen 230.000 und 350.000 Euro.

Helmuth Holst, Metzkausener Immobilienfachmann, ist von der Attraktivität des Quartiers nicht überzeugt: Die Gegend liege am Stadtrand und nahe der Hochhaussiedlung Goldberg. Immerhin sei der S-Bahn-Anschluss Richtung Düsseldorf fußläufig erreichbar. „Trotz sehr hoher Preise werden die Immobilien gekauft“, so Makler Franz Lauterbach.

Holst glaubt, mit der Vermarktung der Stadtwald-Neubauten komme Bewegung in die stagnierenden Immobilienpreise: „Dann könnten die Preise für ältere Objekte in Metzkausen und Mettmann-Süd abrutschen.“ Denn viele Bauwillige, die ein eigenes Heim möchten, hätten sich seit Jahren zurückgehalten und auf die lang geplanten Neubauparks gewartet. Sie würden im Stadtwald zuschlagen.

Zukunftsmusik ist ein Neubaugebiet auf der einst geplanten B7-Trasse zwischen der Florastraße in Metzkausen im Norden und Mettmann (Am Kothen und Leipziger Straße) im Süden. Dort sind 400 Wohneinheiten geplant. „Vor 2020 wird dort nicht gebaut“, glaubt Holst.

Bei der allenfalls mäßigen Infrastruktur der Kreisstadt tut sich schon heute was: Das vor Jahren geschlossene Kar­stadt-Hertie-Kaufhaus ist abgerissen. Der Bau des seit zwei Jahrzehnten geplanten Einkaufszentrums Kö-Karree/Kö-Galerie in der City steht kurz bevor. Dort sollen auch Wohnungen entstehen. „Die direkte Innenstadtlage wird als Wohn­adresse immer begehrter, vor allem bei älteren Paaren oder Verwitweten, die am Ortsrand ihr Haus verkaufen“, sagt Lauterbach. Interessant ist daher das Projekt ­einer großen Immobilienfirma, die in zentraler Lage an der Friedhofstraße ein Quartier errichtet. Dort entstehen exklusive, teils altersgerechte Eigentumswohnungen. „Von solchen Objekten kann es gar nicht genug geben“, betont Holst.

Alt-Metzkausen

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Alt-Metzkausen

Nirgendwo in Mettmann ist der Generationenwechsel spürbarer als in Metzkausen. Viele Bestandsimmobilien aus den 1960er und 1970er Jahren wechseln die Besitzer. Obgleich etliche Objekte Renovierungsbedarf haben, erzielen sie zunehmend höhere Preise. „Metzkausen ist und bleibt die begehrteste Wohnlage in der Kreisstadt“, sagt Immobilienexperte Helmuth Holst.

Der nordwestlich gelegene Vorort, früher gerne als „Schlafstadt“ von Düsseldorf bezeichnet, hat in den vergangenen Jahren infrastrukturell etwas zugelegt. Der Neubau-Boom, zuletzt am Schüttenhassel Richtung Ratingen, ist vorbei. Nur punktuell entstehen neue Häuser, etwa im alten Dorfkern, wo auf dem Gelände der geschlossenen Traditions-Gaststätte „Dorfkrug“ Luxushäuser entstehen. Wann die Freifläche zwischen der Florastraße am Ortsrand und dem Gebiet Berliner Straße bebaut wird – im Gespräch sind 400 Wohneinheiten –, ist vollkommen ungewiss, so dass Zuzugswillige gerne auf die großzügigen Bestandsimmobilien zurückgreifen.

Von den Häusern, die in den 1960er- bis Ende der 1970er-Jahre auf bis zu 1000 Quadratmeter großen Grundstücken zwischen Stintenberger und Florastraße errichtet wurden, sind auch immer wieder mal welche frei. Hier sind die Preise seit dem Frühjahr 2010 um bis zu 8 Prozent gestiegen. Der Knick kann kommen. Viele Interessenten behalten sowohl Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf und Neubauten wie im Stadtwald im Blick. Experte Lauterbach sieht die Preise der älteren Immobilien in Metzkausen durch die Stadtwald-Neubauten auf längere Sicht gefährdet.

Nach wie vor lohnt sich das Investieren in Metzkausener Immobilien. Ein vergleichbares gewachsenes Wohnquartier findet sich im Rheinland nur selten

Süd

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Süd

Der Ortsteil am Südrand Mettmanns hat sich in den zurückliegenden zwölf Monaten nicht verändert. Die mit Abstand begehrtesten Objekte aus dem Bestand ziehen an der Römerstraße, am Vogelskamp, an Händel-, Wagner- und Bachstraße die Blicke auf sich. Bis zu einer halben Million Euro muss für eine schöne Villa bezahlt werden, die günstigsten freistehenden Objekte sind mittlerweile ab 270.000 Euro zu haben.

Mit Ausnahme für die wenigen Neubauten im Bereich Römerstraße sagen Experten für Immobilien in Mettmann-Süd stagnierende Preise voraus. Der Mietmarkt in Mettmann-Süd bewegt sich laut Makler Franz Lauterbach ganz leicht nach oben.

Großer Vorteil von Süd ist die gewachsene Struktur und die Nähe zum S-Bahnhof. Die Expansionsmöglichkeiten sind jedoch erschöpft. Als Wohnquartier bleibt der Ortsteil angesagt.

Kaldenberg

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Kaldenberg

Die gewachsene Siedlung Kaldenberg hat einen dörflichen Charakter behalten. Vielleicht aber gerade deshalb bleibt der Stadtteil eine beliebte Wohnadresse.

Neubauten gibt es nicht. Für freistehende Häuser aus dem Bestand lassen sich in den bevorzugten Straßen gelegentlich bis zu 280.000 Euro erzielen, Reihenhäuser sind schon ab 170.000 Euro zu haben und erreichen als Obergrenze bis zu 270.000 Euro. Was die Preisentwicklung betrifft, hat sich gegenüber dem Frühjahr 2011 nichts geändert. Ortsansässige Makler sehen vor allem bei nicht renovierten Objekten eher eine Abwärtsentwicklung bei den Preisen.

Für Preisbewusste könnte der Kaldenberg eine Alternative sein, für Investoren nicht. Meistens werden Grundstücke und Immobilien nach wie vor innerhalb der Familie weitergegeben.

Klein Goldberg

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Klein Goldberg

Es passiert etwas am Kleingoldberg: Ein Bauträger erreichtet in dem begehrten Quartier zwischen Flintrop-Straße und Stadtpark derzeit mehrere hochwertige Eigentumswohnungen. Für potenzielle Eigenheimbesitzer, die unbedingt ein Haus in der Nähe des Stadtparks kaufen möchten, könnte sich jetzt mit dem Neubaugebiet auf dem Areal der Sportstätten eine Alternative zum Klein Goldberg ergeben.

Wer in dem kleinen Areal zwischen Stadtwald und Johannes-Flintrop-Straße ein Eigenheim kaufen möchte, muss Geduld mitbringen – und ein stattliches Konto. Steht ausnahmsweise ein freistehendes Haus zum Verkauf, ist es kaum für weniger als 300.000 Euro zu haben. Exquisite Objekte kosten locker über eine halben Million Euro. In den wenigen Wohnungen am Klein Goldberg zahlt man die höchsten Mieten Mettmanns.

Insgesamt ist Klein Goldberg sehr schön, aber nur etwas für einen wirklich dicken Geldbeutel. Die jetzt entstehenden Häuser, nur 300 Meter Luftlinie entfernt, dürften eine Alternative sein.

Metzkausen-Löffelbeck

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Metzkausen-Löffelbeck

Das Gebiet Löffelbeck im Osten Metzkausens ist mittlerweile auch schon mehr als 20 Jahre alt und zu einer geschlossenen Siedlung herangewachsen. Die Preise für freistehende Objekte und Reihenhäuser aus dem Bestand haben sich seit dem Frühjahr 2010 unwesentlich verändert, sie beginnen bei 220.000 Euro für Reihenhäuser und enden bei exklusiven, großzügigen Objekten weit oberhalb der 500.000-Euro-Marke.

Der Vorteil gegenüber Häusern aus dem Bestand in Alt-Metzkausen, erklärt Fachmann Helmuth Holst, liege darin, dass in den Löffelbeck-Objekten noch keine Sanierungen nötig sind. Verkäufer dürften in den nächsten zwölf Monaten eher mehr als weniger Erträge für die Neu-Metzkausen-Immobilie erzielen. Gemessen an den Grundstücksgrößen sind die Häuser in Löffelbeck recht teuer.

Löffelbeck bleibt beliebte wie teure Adresse. Hier zahlt man den Metzkausen-Zuschlag. In den nächsten zwölf Monaten werden sich die Häuserpreise wie überall in der Stadt leicht nach oben bewegen.

West/Quantenberg

Die besten Wohnlagen in Mettmann – West/Quantenberg

Individuelle Architekturstile und relativ kleine Grundstücke – das Gebiet Quantenberg ist ein typisches Neubaugebiet. In den vergangenen 16 Jahren sind am Westrand der Stadt 700 Wohneinheiten entstanden.

An der Katershöhe finden sich die teuersten und größten Objekte. Bis zu 450.000 Euro erzielen exquisite und junge Objekte. Die Preise werden sich eventuell noch leicht nach oben bewegen. Wie im Frühjahr 2011 fangen die Preise für Häuser aus dem Bestand bei 230.000 Euro an. Allerdings stagnieren die Mieten mittlerweile. Dafür ist vor allem die Durchmischung mit sozialem Wohnungsbau verantwortlich.

Der S-Bahnhof Neandertal liegt nicht weit entfernt, und in der benachbarten Champagne sind mittlerweile ein Verbrauchermarkt sowie ein Kindergarten entstanden.

Aus der Siedlung ist mittlerweile ein ganzer Ortsteil geworden, was den Quantenberg vor allem für Familien interessant macht. Das Investieren in Eigentum am Quantenberg könnte in den nächsten zwölf Monaten leicht teurer werden.

City

Die besten Wohnlagen in Mettmann – City

In der Mettmanner Innenstadt passiert etwas: Zum einen wird gerade das jahrzehntelang geplante Projekt Kö-Karree am Königshof umgesetzt. Zudem entstehen an der Friedhofstraße auf dem Gelände der evangelischen Kirche derzeit hochqualitative Wohneinheiten in direkter Citylage.

Derartiger Wohnraum wird auch in Mettmann immer begehrter. Gerade Senioren sind an citynahen Wohnungen, wie sie zuvor am Schellenberg mit dem „Carpe-Diem“-Haus entstanden sind, interessiert. Am Schellenberg wurden vor Jahren weitere 28 Eigentums- und vier Loftwohnungen gebaut.

Während die Preise für die wenigen Neubauten konstant bleiben, dürften Alt-Immobilen weiter leicht an Wert verlieren, meint Makler Franz Lauterbach. Für Eigenheime aus dem Bestand sind in Innenstadtlage nach wie vor zwischen 230.000 und 345.000 Euro zu bezahlen.

Wohnen in Mettmanns Innenstadt hat trotz der mäßigen Infrastruktur etliche Vorzüge. Wirklich guter Wohnraum hat aber seinen Preis – und ist schnell vergriffen. Zugreifen ist angesagt.

Erkrather Weg

Die besten Wohnlagen in Mettmann – Erkrather Weg

Der westliche Stadtrand hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert: Die Siedlung Erkrather Weg ist das jüngste Baugebiet und schließt sich an das Neubaugebiet West Laubacher Feld an. In unmittelbarer Nähe der Kreisstraße 18 / Südring sind in den vergangenen 24 Monaten mehr als 50 Wohneinheiten entstanden. Nahezu alle Häuser, die zwischen 240.000 und 350.000 Euro kosten, sind bereits verkauft. Vereinzelt wird noch gebaut. An der Rudolf-Diesel-Straße entsteht der Innovationspark Mettmann. Im Oktober 2010 wurde dort die Fachhochschule für Wirtschaft eröffnet.

Für Familien eine interessante Adresse. Als Investition ist das Quartier am Erkrather Weg nicht geeignet.
Das Neubaugebiet ist bereits jetzt ein sehr lebhaftes Viertel, das in Zukunft noch interessanter wird. Eine echte Alternative für die gewachsenen Viertel wird dieses Quartier jedoch nicht, da das Gewerbegebiet und die Kreisstraße 18 zu nahe sind.

capital.de, 31.01.2017
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