Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Landshut

Immobilien- und Mietpreise in Landshut

Der Immobilienmarkt in Landshut

Kontrolliertes Wachstum – Die besten Wohnlagen in Landshut

Landshut gehört zu den Gewinnern der Münchner Immobilienhausse. Seit in der Metropole die Preise für Wohnungen und Häuser ins (für viele) Unbezahlbare klettern, hat sich die 63.000-Einwohner-Stadt vom Geheimtipp zum attraktiven Wohnsitz im Speckgürtel entwickelt. Seither ist das ohnehin schon überschaubare Angebot noch knapper geworden, die über lange Zeit stabilen Preise steigen.

In einen unkontrollierten Bauwahn sind die Landshuter dennoch nicht verfallen. Die Kommune weiß um die Bedeutung ihres historischen Zentrums und geht deshalb sorgsam mit Baugenehmigungen um. Die Stadtväter setzen verstärkt auf Aufwertung des bereits vorhandenen Immobilienbestands. Und so werden (nicht nur in der Altstadt) immer mehr Häuser und Wohnungen aufwendig saniert.

Hochwertige Objekte in Toplagen erzielen inzwischen Kaufpreise von mehr als 3500 Euro pro Quadratmeter. Für die seltenen Dachterrassenwohnungen mit Burgblick reicht selbst das nicht. Über mangelnde Nachfrage müssen sich Immobilienmakler auch künftig keine Gedanken machen. Es strömen immer mehr Kapital­anleger aus dem Umland in die mittel­alterliche Stadt. Christine Grohn von Engel & Völkers erklärt warum: Abgesehen von den günstigeren Preisen habe Landshut keinerlei Trabanten- oder Schlafstadt­charakter, sondern konnte seine kulturelle Eigenständigkeit bewahren. Und das sei enorm wichtig für den Werterhalt einer Immobilie.

Wer etwas auf sich hält, der zieht in Landshut nach oben. Am Hofberg stehen großzügige Villen mit herrlichem Blick auf die imposante Burg Trausnitz und die Altstadt. Das Problem für Interessenten ist nur: Kaum einer mag sich von seiner Villa trennen. Und wenn doch mal ein Haus frei wird, kommt es schnell zum Bieterwettbewerb. Bis zu 1 Mio. Euro werden für solche Objekte bezahlt.

Altstadt

Die besten Wohnlagen in Landshut – Altstadt

Viele Gebäude des historischen Zentrums stammen aus Gotik und Renaissance, manche auch aus dem Barock. Doch trotz der Schönheit der Altstadt waren bis vor ein paar Jahren Wohnungen noch recht preisgünstig zu kaufen und zu mieten. Doch das hat sich geändert. Wohnen in der Altstadt ist – auch dank zahlreicher hochwertiger Sanierungen – begehrt wie selten zuvor, folgerichtig sind die Preise gestiegen. Top-Wohnungen erzielen inzwischen locker Kaufpreise von mehr als 3500 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten sind für niederbayerische Verhältnisse mit bis zu 10,00 Euro pro Quadratmeter hoch. Für die seltenen Dachterrassenwohnungen mit Burgblick nehmen Mieter sogar noch höhere Preise in Kauf.

Wegen der hohen Nachfrage seitens der Kapitalanleger aus dem Umland erwartet Christine Grohn von Engel & Völkers für gut ausgestattete Altstadtwohnungen auch in diesem Jahr eine weitere Preissteigerung von bis zu fünf Prozent. Dennoch sollten Anleger nicht blind kaufen. Aufgrund der geschlossenen, massiven Bauweise gibt es auch viele unvorteilhaft belichtete Bestandswohnungen mit schlauchartigen Grundrissen. Sie werden auch wohl in Zukunft nicht sonderlich begehrt sein. Mit Kaufpreisen von um die 2000 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise Mieten um die 6,00 Euro sind sie daher auch deutlich günstiger.

Hofberg

Die besten Wohnlagen in Landshut – Hofberg

In Landshut hat die Berglage absoluten VIP-Charakter. So gehören der Hofberg und der alte Moniberg zu den begehrtesten Wohnlagen, haben die Bewohner doch von dort oben einen herrlichen Blick auf die imposante Burg Trausnitz und die Martinskirche. Durch die großen Gärten und die individuelle Bauweise ist der Wohlfühlcharakter besonders am Hofberg sehr hoch. Neu gebaut wird in dem überwiegend von schmucken Einfamilienhäusern geprägten Viertel kaum, Grundstücke kommen nicht allzu oft auf den Markt. Das hält die Preise hoch: 300.000 bis 600.000 Euro kostet ein Einfamilienhaus hier im Schnitt, bei besonders schönen Objekten in exponierter Lage kann der Kaufpreis schon mal an die Millionengrenze heranreichen.

Nikolaviertel

Die besten Wohnlagen in Landshut – Nikolaviertel

Das Quartier ist als Sanierungsgebiet ausgewiesen, deshalb werden derzeit viele Altbauten aufgrund der damit verbundenen einkommenssteuerlichen Vorteile saniert, aber auch Neubauten entstehen dort. Das Viertel zieht vor allem Singles und Studenten der Fachhochschule an, ist doch die Altstadt mit seiner lebendigen Kneipenszene in nur knapp zehn Gehminuten erreichbar. Noch näher liegt mit nur fünf Minuten Entfernung der Bahnhof. Die Mieten rangieren mit 5,50 bis 7,00 Euro pro Quadratmeter auf niedrigem Niveau, dafür müssen die Bewohner Verkehrslärm in Kauf nehmen. Für ausreichend Sauerstoff und Entspannungsmöglichkeiten sorgen aber der nahegelegene Stadtpark und die Flutmulde.

Für Kapitalanleger ist das Viertel wegen der staatlichen Fördermöglichkeiten durchaus einen Blick wert, jedoch mit einem Malus behaftet: „In Nikola“ zu wohnen gilt in Landshut nicht unbedingt als chic. Ob die durchaus lobenswerten Anstrengungen der Stadt, dieses Viertel aufzuwerten, fruchten, ist noch offen. Daher gilt: Wer im Nikola-Viertel investieren will, sollte zumindest für die nächsten Jahre nicht auf hohe Wertsteigerungen setzen. Dennoch liegt gerade wegen der guten Verkehrsanbindung und der Zentrumsnähe durchaus Phantasie in diesem Quartier.

Wolfgangsiedlung

Die besten Wohnlagen in Landshut – Wolfgangsiedlung

Wer von der Wolfgangsiedlung spricht, der unterscheidet die alte und die neue. Die alte Wolfgangsiedlung zwischen der Altdorfer und der Oberndorfer Straße ist vor allem durch Einfamilienhäuser mit Garten und Doppelhaushälften geprägt, die Preise dafür gehen bis 280.000 Euro. Da die Bausubstanz alt ist, müssen Käufer ihre Immobilie zwar häufig erst noch renovieren, dafür punktet aber der Standort vor allem mit seiner Nähe zum Bahnhof und mit einer guten Infrastruktur.

Die neue Wolfgangsiedlung, die vorwiegend aus Reihenhäusern und Doppelhaushälften besteht, entstand vor zehn Jahren in drei Bauabschnitten. Zwischen Goethe- und Franz-von-Kobell-Straße gelegen, ist sie weniger zentral. Dafür sind die Preise moderater: Gebrauchte Einfamilienhäuser sind hier ab 180.000 Euro zu haben. Für junge Familien, die sich ihr erstes Haus kaufen wollen, ist es ein attraktives Viertel. Allerdings gehen die Landshuter Makler davon aus, dass sich die Preise in den kommenden Jahren nicht wirklich nach oben entwickeln werden. Für die alte Wolfgangsiedlung dagegen darf man weiterhin mit Preissteigerungen von bis zu zwei Prozent pro Jahr rechnen.

Moniberg

Die besten Wohnlagen in Landshut – Moniberg

Günstiger gibt es die Berglagen etwas weiter nördlich am Neuen Moniberg. In dem von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und kleineren Mehrfamilienhäusern dominierten Stadtteil sind die Preise mit 260.000 bis 500.000 Euro für ein Haus moderater, verzeichneten aber auch gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg. Der Neue Moniberg erfreute sich in den letzten Jahren nur mäßiger Beliebtheit. Das lag auch an der fehlenden Nahversorgung. Doch erledigt die Stadt hierbei immer mehr Hausaufgaben, daher bieten sich für den Neuen Moniberg durchaus Perspektiven.

West

Die besten Wohnlagen in Landshut – West

Das Piusviertel, das Klötzlmüllerviertel und die Münchnerau haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. „Häuser im Landshuter Westen verkaufen wir in aller Regel an vorgemerkte Kunden, also ohne dass sie auf den freien Markt kommen“, beschreibt Christine Grohn von Engel & Völkers die Situation. Ein wesentlicher Grund hierfür, so die Maklerin, dürfte neben der Knappheit des Angebots darin liegen, dass die Landshuter Altstadt vom Westen aus bequem und ohne Berge auch per Fahrrad erreichbar ist. Das sei vor allem für die älteren Käufer von Bedeutung, denen die Berglagen zu beschwerlich sind.

Für den Landshuter Westen sprechen auch die in den letzten Jahren deutlich verbesserte Nahversorgung, die weitgehend geschlossen-hochwertige Bebauung und die gute Verkehrsanbindung. Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung, so die Prognose von Engel & Völkers, besitzt der Landshuter Westen durchaus das Potenzial, den gefragten Berglagen – allerdings ohne den VIP-Charakter – mindestens ebenbürtig zu werden. Damit hat er auch die besten Chancen auf nachhaltige Wertsteigerung. „Ein Wertzuwachs von zehn Prozent auf die nächsten drei Jahre ist durchaus möglich“, so Christine Grohn. Dennoch sollten Käufer trotz vieler Chancen genau hinsehen, denn es gibt auch Lagen, die keine gute Wahl sind, wie beispielsweise nahe der geplanten Westtangente oder direkt am Rennweg.

Achdorf/Achdorfer Berglagen

Die besten Wohnlagen in Landshut – Achdorf / Achdorfer Berglagen

Das Stadtgebiet westlich der Veldener Straße lohnt mit Achdorf, Birkenberg, Klausenberg und Metzental durchaus einen zweiten Blick. Die Orte bieten weitgehend eine gute Nahversorung und Wohnen ist verhältnismäßig preisgünstig: Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften um die 330.000 Euro sind hier keine Seltenheit, die Mieten liegen zwischen 5,50 und 8,50 Euro.

Den schönen Ausblick gibt’s obendrein. Von den Achdorfer Berglagen ist in aller Regel auch die Landshuter Altstadt zu sehen. Das einzige wirkliche Manko stellt die Entfernung zur Altstadt dar. Hier sind die Bewohner auf Auto oder Stadtbus angewiesen.

Für die Zukunft haben Achdorf und die Achdorfer Berglagen durchaus Potenzial auf Wertzuwachs, wenn auch nicht so hoch wie im Landshuter Westen. Aufpassen sollten die Käufer aber bei allzu verschatteten Lagen. Auch bei Häusern nahe der Bundesstraßen B11 und B15 dürfte es kaum Preissteigerungen geben.

capital.de, 31.01.2017
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