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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Frankfurt am Main-Gallus

Von Christian Kirchner
 
Vermutlich gibt es derzeit kein zweites Viertel, über das die Meinungen so weit auseinander gehen wie das Europaviertel. Da ist zum einen die Preisentwicklung: Trotz noch immer stark ausbaufähiger lokaler Infrastruktur und bis mindestens 2022 fehlendem U-Bahn-Anschluss, erzielten Verkäufer 2016 laut Gutachterausschuss in der auf dem Reißbrett entstandenden Konversionsfläche nordwestlich des Hauptbahnhofs 118 Mal Preise jenseits der 7000-Euro-Marke je Quadratmeter - häufiger als in jedem anderen Stadtteil. Dass es sich formal um das Gallusviertel handelt – vergessen. Die Wiederverkaufspreise haben inzwischen im Schnitt 6000 Euro pro Quadratmeter überschritten.
 
Kurz: für die mutigen Käufer war das Europaviertel ein voller Erfolg mit starken Preissteigerungen, die größtenteils sogar über die der Topviertel hinausgehen – schließlich war von Beginn an Skepsis in das Europviertel „eingepreist“, das an seinem westlichen Rand weiter wächst.
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Immobilien- und Mietpreise in Frankfurt am Main-Gallus

Der Immobilienmarkt in Frankfurt am Main-Gallus

Von Christian Kirchner
 
Vermutlich gibt es derzeit kein zweites Viertel, über das die Meinungen so weit auseinander gehen wie das Europaviertel. Da ist zum einen die Preisentwicklung: Trotz noch immer stark ausbaufähiger lokaler Infrastruktur und bis mindestens 2022 fehlendem U-Bahn-Anschluss, erzielten Verkäufer 2016 laut Gutachterausschuss in der auf dem Reißbrett entstandenden Konversionsfläche nordwestlich des Hauptbahnhofs 118 Mal Preise jenseits der 7000-Euro-Marke je Quadratmeter - häufiger als in jedem anderen Stadtteil. Dass es sich formal um das Gallusviertel handelt – vergessen. Die Wiederverkaufspreise haben inzwischen im Schnitt 6000 Euro pro Quadratmeter überschritten.
 
Kurz: für die mutigen Käufer war das Europaviertel ein voller Erfolg mit starken Preissteigerungen, die größtenteils sogar über die der Topviertel hinausgehen – schließlich war von Beginn an Skepsis in das Europviertel „eingepreist“, das an seinem westlichen Rand weiter wächst.
 
Namentlich zitieren lassen möchte sich kaum ein Makler mit seiner Einschätzung, doch hinter vorgehaltener Hand halten viele die jüngste Preisentwickung für regelrecht bizarr. „Dort kauft kein Frankfurter, dort mietet kein Frankfurter”, sagt einer – traditionell ist das Europaviertel das Jagdrevier von Käufern und Mietern von „außerhalb“. Und: eine klassische Durchgangsstation, wo viele Zugezogene ihre erste Wohnung beziehen. Manche Makler merken auch kritisch an, dass der Markt hochliquide sei – „was ja auch die Frage aufwirft: warum trennen sich so viele wieder so rasch von ihrer Wohnung, selbst wenn diese noch keine zehn Jahre gehalten wurde?“, fragt einer kritisch.
 
Die gering durchmischte Struktur neu zugezogener Frankfurt mittleren Alters werfe zudem die Frage auf, ob sich die aktuell starke Nachfrage noch über fünf oder zehn Jahre fortschreiben lassen. Geteilt sind die Meinungen auch zu den derzeit 16 in Bau befindlichen Wohntürmen vor allem im Europaviertel. Manche Makler wie Engel&Völkers sehen die Türme als vollen Erfolg. Optimistisch sieht Schmitt die Entwicklung der Wohntürme. „Die Nachfrage ist definitiv da, zumal die Käufer meist auch aus Frankfurt und dem Umland und ausländische Investoren nur eine Minderheit sind“, so Engel&Völkers-Experte Schmitt. Vielmehr sorgten die Wohntürme gerade im Topsegment für etwas Entspannung beim Angebot." Auch die Stadt bemühte sich zuletzt, Bedenken zu zerstreuen, die Türme seien lediglich Spekulationsobjekte von Superreichen. Typischerweise müssen bei Neubauprojekten rund 30 Prozent der neuen Wohnungen zu vergünstigten Mieten oder als sozialer Wohnungsbau entstehen. 
 
Und: Drei Viertel der Käufer kamen 2016 aus Frankfurt oder dem Umland, ermittelte der Gutachterausschuss - lediglich ein knappes Fünftel aus dem Ausland. Allerdings betrug der durchschnittliche Kaufpreis über alle Wohntürme ab Baujahr 2000 hinweg im vergangenen Jahr auch 6500 Euro je Quadratmeter. Sind aber die knapp zwei Dutzend Wohntürme auch bezogen, ist der Markt kein begehrter Nischenmarkt mehr, unken kritische Makler.
capital.de, 13.04.2017

Europaviertel

Die besten Wohnlagen in Frankfurt - Europaviertel

„Dieser Stadtteil wird zum Trendviertel“, prophezeit Maklerin Ishikawa. Wo auf 90 Hektar der Hauptgüterbahnhof lag, sprießen die Gebäude nur so aus dem Boden: Wohnhäuser, Hotels, Bürotürme und Einkaufszentren wie das Skyline Plaza an der Europa-Allee. „Die Infrastruktur ist top“, sagt David Schmitt von Engel & Völkers.

Bis 2020 soll der citynahe Nachbar des Gallus annähernd 10.000 Menschen eine Bleibe bieten. Bisher entwickelt sich das Quartier gut. Zwei- und Dreizimmerwohnungen werden schnell verkauft. „Größere Einheiten über 400.000 Euro laufen weniger gut“, so Stefanie Wildberger von Ishikawa Immobilien. Bei den wenige Jahre alten Wohnungen in der beinahe abgeschlossenen östlichen Blockrandbebauung beobachtet das Maklerbüro einen Wertzuwachs von wenigstens 50 Prozent seit Erstbezug: „Im Wiederverkauf erzielen sie jetzt 3600 Euro bis 3900 Euro je Quadratmeter.“

Die Nordwestbebauung an der Parkanlage Europagarten ist im Gange, Prunkstück soll das Parkend werden: Bis Ende 2016 entstehen dort 18 architektonisch anspruchsvolle Häuser mit 800 Wohnungen. 216 wurden bereits vollendet und zu 90 Prozent an Eigennutzer verkauft. Ein Penthouse mit Dachterrasse kostet 6500 Euro pro Quadratmeter. Die Kaltmieten im Parkend liegen zwischen 14 und 18 Euro.

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