GeldanlageInvestmentfonds: die Qual der Wahl

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Symbolbild GeldanlagePixabay

Wer schon einmal ein Smartphone gekauft hat, kennt das Prozedere: Am Anfang steht die Frage, welche Modelle zur Auswahl stehen. Dann: Welche davon passen zu mir und eignen sich für meine Bedürfnisse? Entscheidungen in der Fonds-Welt funktionieren ähnlich. Schließlich geht es auch hier um eine Investition, die sich über kurz oder lang lohnen soll. Statt in ein Mobiltelefon investiert der Anleger jedoch in Wertpapiere oder Immobilien. Und zwar nicht in einzelne Objekte, sondern ganze Bündel.

Das Ziel: Anleger sollen am Ende mehr Geld zurückbekommen, als sie eingezahlt haben. Sie entscheiden sich entweder für aktiv gemanagte oder börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Je nach Marktkenntnis, Risikobereitschaft und Interesse eignet sich eher die eine oder die andere Variante. Für Anfänger auf dem Anlagemarkt könnten Indexfonds die passende Einstiegsmöglichkeit sein.

Indexfonds: Die Börse bestimmt die Richtung

ETFs („Exchange-Traded Funds“) orientieren sich an der Wertentwicklung eines Börsenindex. Geht es etwa um den DAX, befinden sich im ETF die Aktien der 30 umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Dabei entspricht die Aktienverteilung im Fonds der Gewichtung der Unternehmen an der Börse. Bewegt sich der Kurs nach oben, steigt also auch der Wert des ETF. Aufgrund der Verwaltungskosten schneiden ETFs meist ein wenig schlechter ab als der Aktienindex. Im Vergleich mit anderen Fondsarten sind sie aber günstig, da die Investment-Inhalte nicht aktiv angepasst werden.

Wie der Name nahelegt, werden ETFs an der Börse gehandelt. Anleger können sie also relativ schnell kaufen und verkaufen. Entsprechend sind Indexfonds bequem, erfordern nicht allzu viel Marktwissen und sind insgesamt günstiger als ihre aktiv verwalteten Alternativen.

Aktienfonds: Renditestark, aber risikoreich

Deutlich mehr Eigeninitiative und Erfahrungen als ETFs verlangen aktiv verwaltete Aktienfonds. Ihre Besitzer brauchen einen langen Atem und eine gewisse Gelassenheit, denn das Geschäft mit Aktien ist mitunter unstet. Statt einzelne Aktien zu kaufen, investieren Anleger per Fonds in mehrere Titel. Dabei können sie sich auf eine spezielle Branche oder Region fokussieren, zum Beispiel Tech-Aktien oder europäische Unternehmen. Der Wert des Fonds wird von den Gewinnen und Verlusten der Konzerne beeinflusst, an denen Anleger über die Aktien beteiligt sind. Zwei Faktoren bestimmen den Ertrag: die Kurssteigerungen der Aktien und die ausgeschütteten Dividenden. Bricht der Kurs einer einzelnen Aktie ein, können die anderen Titel im Fonds den Verlust kompensieren.

Insgesamt sind Aktienfonds eher für Anleger mit einer gewissen Risikobereitschaft und Marktkenntnis geeignet, da der Wert von Aktien relativ stark schwankt. Um zwischenzeitliche Verluste über die Zeit hinweg auszugleichen, bieten sich Aktienfonds als langfristige Anlage an. Verglichen mit anderen Fonds winken hier die größten Gewinne.