AktieWirecard ist Anlegers Liebling

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Was passiert nach dem Dax-Aufstieg?

Der Software- und IT-Spezialist profitiert kräftig vom stark wachsenden Internethandel. Die US-Researchfirma Emarketer prognostiziert, dass sich der weltweite Internethandel zwischen 2017 und 2021 mehr als verdoppeln wird auf 4900 Mrd. Dollar. Wirecard hat bereits in diesem Jahr aufgrund des starken Wachstums seine Prognose zwei Mal angehoben. Seit Jahren wachsen Umsatz und Gewinn satt zweistellig.

Allerdings sei allen bedenkenlos optimistischen Fans gesagt, dass die Aktie mit dem 14-Fachen des Umsatzes bewertet ist. Zum Vergleich: SAP kommt auf einen hohen Wert von fünf, Siemens auf rund eins und die strauchelnde Deutsche Bank gar nur auf 0,7. Beim Kurs-Gewinnverhältnis liegt der Dax unter 15, Wirecard kommt auf 50. Mit anderen Worten: Der Trend in der Aktie ist zwar intakt, nach allen Bewertungsmaßstäben ist der Titel aber sagenhaft teuer.

Aufpassen und agieren

Oft ist ein Rally bei Eintritt in den Dax zu Ende, auch Feingold Research kann sich spätestens bei 200 Euro im Kurs eine merkliche Abkühlung vorstellen. Wer die Aktie in seinem Depot hat, muss sie nicht zwingend verkaufen, er kann sich auch absichern. Mit dem Turbo-Bear-Papier mit der WKN GM5JGP ist das möglich. Spekulative Pessimisten für Wirecard können auch den Turbo-Bear MF6EWB mit höherem Hebel von 8 zur Absicherung oder Spekulation nutzen.

Vorsichtig sollte man angesichts der Schwankungen bei Wirecard sein. Die Aktie wird mit einer hohen impliziten Volatilität bewertet, was meist bei sehr stark schwankenden Aktien vorkommt. „Anleger können diese Situation nutzen, indem sie Produkte einsetzen, die von einer Beruhigung der Volatilität profitieren“, erläutert Matthias Schwärzler, Derivate-Experte von Goldman Sachs. „Hierzu zählen etwa Discount-Zertifikate, die mit einem Abschlag zum Aktienkurs gehandelt werden. Tendenziell gilt: Je höher die Volatilität, desto größer der Abschlag.“

Erfahrene Anleger die gegen Wirecard setzen möchten schauen sich Discount-Puts an. Besonders bei Scheinen die „aus dem Geld“ notieren, profitieren Anleger deutlich von der hohen Volatilität. Nimmt man lange Laufzeiten wie bei den WKN HX40V9 oder HX40V8 finden skeptische Anleger ein sehr gutes Chance/Risiko Verhältnis.

Umgekehrt bedeutet dies, dass Optionsscheine auf Wirecard eher teuer aussehen. Das hat man gemein mit einem Highflyer aus den USA – Tesla. Doch die Geschichte würde zu weit führen.