VermögensaufbauWas sich bei der Fondsbesteuerung ändert

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Das ändert sich

Bisherige Besteuerung von Fondsanteilen (gekauft vor 2009)

  • 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig auf Zinsen und Dividenden
  • Umsetzung: Abzug bei Ausschüttung oder, bei thesaurierenden Fonds, Angabe der Höhe von Zinsen und Dividenden in der Steuererklärung laut Bescheinigung der Depotbank
  • Zu viel gezahlte Quellensteuer wird angerechnet (bei inländischen Fonds)
  • Steuerfreiheit auf Gewinne/Anteilspreisgewinne, die nicht auf Zinsen und Dividenden entfallen

Besteuerung von Fondsanteilen (gekauft ab 2009)

  • 25 Prozent Abgeltungsteuer, fällig auf Zinsen, Dividenden, Kursgewinne
  • Umsetzung: Einbehalt bei Ausschüttung oder Angabe der Höhe von Zinsen und Dividenden in der Steuererklärung laut Bescheinigung der Depotbank (bei thesaurierenden Fonds)
  • Zu viel gezahlte Quellensteuer wird bei inländischen Fonds durch Steuererklärung angerechnet

Besteuerung aller Fondsanteile ab 2018

Auf Fondsebene:

  • 15 Prozent Körperschaftsteuer auf Dividenden, Mieterträge, Zwischengewinne bei inländischen Fonds, die die Fondsgesellschaft automatisch abführt
  • Quellensteuer bei ausländischen Fonds, die die Fondsgesellschaft automatisch abführt

Auf Anlegerebene:

  • 25 Prozent Abgeltungsteuer auf Zinsen, Dividenden, Kursgewinne
  • bei ausschüttenden Fonds führt die Depotbank die Steuer automatisch aus der Ausschüttung bzw. aus dem Kursgewinn zum Verkaufszeitpunkt ab
  • bei thesaurierenden Fonds führt die Depotbank die Steuer als Vorabpauschale vom Verrechnungs-/Girokonto des Anlegers ab. Die Vorabpauschale entspricht etwa dem Zugewinn des Anteilspreises im jeweiligen Kalenderjahr, wird aber von einem Teilfreibetrag gemindert. Er beträgt maximal 30 Prozent der Zugewinne bei Aktienfonds und 15 Prozent bei Mischfonds
  • Freibetrag von 100.000 Euro pro Person für Altanteile von vor 2009