FörderungVermögensaufbau: So hilft der Staat

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Sparerpauschbetrag

Das Ziel bei der Geldvermehrung ist natürlich, damit Zinsen, Dividenden und Renditen zu erzielen. Wer spart und investiert, hat auch Kapitaleinkünfte. Auf die wird jedoch Abgeltungsteuer fällig: 25 Prozent, inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag sogar knapp 28 Prozent. Dieser Anteil wird meist direkt von den Banken einbehalten und ans Finanzamt weitergeleitet.

Allerdings greift die Abgeltungsteuer nicht sofort ab dem ersten Euro, sondern jeder Sparer hat einen Freibetrag von 801 Euro (Paare das Doppelte). Dieser Betrag heißt auch Sparerpauschbetrag, weil er als Pauschale gilt. Das heißt, dass man im Gegenzug in der Steuererklärung auch keine Werbungskosten wie Konto- oder Beratungsgebühren absetzen kann. Um den Pauschbetrag geltend zu machen, reicht man bei seiner Bank einen Freistellungsauftrag ein.

Sonderausgabenabzug bei privater Lebensversicherung

Wer seit Jahren in eine private Lebensversicherung einzahlt, kann die Einzahlungen bei der Steuer geltend machen: eine Art Zuschuss in Form einer geringeren Steuerzahlung. Bei neueren Verträgen gilt das so nicht mehr. Der Vertrag muss dafür vor 2005 geschlossen worden sein. Und es muss sich dabei entweder um eine Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht handeln (die also wirklich später eine Monatsrente auszahlt) oder um eine Renten- oder Lebenspolice, die für eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren abgeschlossen wurde.

Zwar sind die Einzahlungen dafür nicht voll abziehbar, aber immerhin zu 86 Prozent. Auch die Auszahlungen aus solchen Altverträgen sind noch steuerfrei, wenn sie zwölf Jahre liefen und fünf Jahre bespart wurden. Sie fallen dann nicht unter die Abgeltungsteuer.