VersicherungenRisikoschutz: Diese vier Policen sollte jeder haben

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03 Tod: leider möglich

Um Kunden das Risiko bewusst zu machen, greifen Berater mitunter zur Schocktherapie: „Und wie stellen Sie sich das Leben Ihrer Familie nach der Beerdigung vor?“ Das ist brutal, rüttelt aber auf. Zum Glück lässt sich das Problem günstig lösen: mit einer Risikolebenspolice. Sie sichert Hinterbliebenen nach einem Todesfall eine hohe Geldsumme.

  • Für wen? Familien mit kleinen Kindern benötigen einen Vertrag oder Eheleute, die ihren Partner – etwa wegen Schulden oder fehlendem Einkommen – finanziell ab-sichern wollen.
  • Worauf achten? Bloß nicht knausern. Familien mit Kindern schließen nach einer Faust-regel das vier- oder fünffache Jahreseinkommen ab, am besten bis zum Ausbildungsende des jüngsten Kindes. Klingt viel, aber die Kosten sind hoch, wenn eine Hilfe zur Kinderbetreuung notwendig wird und der Nachwuchs studieren will. Eine grobe Aufstellung der absehbaren Kosten lohnt sich. Ansonsten ist die Police erfreulich schlicht: Es gibt kaum Fallen, der Versicherungsfall ist klar, und geleistet wird ohne Sperenzchen. Bei den Konditionen sollten Kunden auf Flexibilität achten und Preise-
    vergleichen. Die Prämien unterscheiden sich um bis zu 500 Prozent.
  • Was noch? Unverheirateten bietet ein Vertrag zudem die Chance, Erbschaftsteuer zu sparen, wenn sie sich über Kreuz versichern: Partner A ist Versicherungsnehmer und bezugsberechtigt, Partner B die versicherte Person. Stirbt B, kassiert A das Geld aus der Versicherung steuerfrei. Und umgekehrt natürlich.

So ein Sicherheitsnetz gegen Großschäden sollte sich jeder leisten. Anders als die Queen von England können nämlich die wenigsten nach einem Unglück Riesensummen aus ihrer Privatschatulle zuschustern – oder auf Eintrittsgelder hoffen: Damit finanzierte Elizabeth II. nach einem Großbrand im Jahr 1992 den Wiederaufbau von Schloss Windsor, der stattliche 50 Mio. Euro verschlang.


Risiko Reise: Nicht bloß für Weltenbummler

Zusätzlich zum gesetzlichen (und häufig auch zum privaten) Krankenschutz benötigen die meisten eine Auslandsreisekrankenversicherung – jedenfalls wenn sie gern unterwegs sind. Der Schutz füllt zwei gefährliche Lücken:

Lücke 1: Rücktransport

Für die schnell fünfstelligen Kosten von Rücktransporten aus dem Ausland kommen gesetzliche Kassen nie auf, Privatpolicen nicht immer. Am besten sind Klauseln, die schon beim „medizinisch sinnvollen oder vertretbaren“ und nicht erst beim „medizinisch notwendigen“ Transport greifen.

Lücke 2: Behandlung

Weil die gesetzliche Kasse in vielen Reiseländern wie Thailand oder den USA nicht leistet, wird ein Unfall ohne Police schnell zum ruinösen Risiko. Selbst in Europa helfen viele Ärzte nur gegen Bares weiter, oder die Kasse erstattet später lediglich einen Teilbetrag.