VorsorgeLebensversicherer trotzen Finanzkrise

Trotz anhaltend niedriger Zinsen ist die Lage der Lebensversicherer besser als ihr Ruf. Die Gesellschaften verfügen über ordentliche finanzielle Reserven. Das zeigt ein aktuelles Unternehmensrating des unabhängigen Analysehauses Morgen&Morgen (M&M), das Capital in seiner November-Ausgabe veröffentlicht. Die untersuchten 70 Gesellschaften repräsentieren einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent.

Alle zehn Versicherer in der Spitzengruppe konnten ihre Bestnote „ausgezeichnet“ aus dem Vorjahr halten. Sie überzeugten im Unternehmensrating in wichtigen Prüfbereichen wie Kosten, Kapitalerträge und Reserven. Das sind Allianz, Alte Leipziger, Debeka, Europa, HUK-Coburg, Interrisk, LVM, R+V, R+V a.G. sowie WGV. Fünf von ihnen punkten zugleich mit besonders guten Leistungen bei klassischen Rentenpolicen. Zwei Dutzend Lebensversicherer, darunter viele große, schnitten im Unternehmensrating hingegen eher schwach ab.

Bescheidene Ertragsaussichten

Auch Stress-Situationen an den Finanzmärkten zeigen sich die Gesellschaften gewachsen: Gut drei Viertel der Versicherer, die sich dem Morgen&Morgen-Belastungstest stellten, erhielten in punkto Sicherheit die Noten „ausgezeichnet“ und „sehr gut“. Als „kritisch“ wurde keiner bewertet. „Alles in allem stehen die Unternehmen gut da“, urteilt M&M-Geschäftsführer Stephan Schinnenburg gegenüber ‚Capital‘. Die Stabilität gehe allerdings zulasten der Überschüsse für Kunden.

Die Ertragsaussichten für Policen-Inhaber bleiben bescheiden. Wegen niedriger Zinsen und teurer Sicherungsmaßnahmen müssen sie im kommenden Jahr noch einmal mit geringeren Gutschriften rechnen. M&M-Experte Schinnenburg erwartet, dass „viele Gesellschaften ihre Gewinnbeteiligung 2014 weiter abschmelzen“. 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Capital 11/2013, die am 24. Oktober erscheint. Hier finden Sie eine Vorschau auf die neue Ausgabe.