GeldanlageFondsranking 2018 - die besten ihrer Klasse

Fondsranking: Welcher aktiv gemanagte Fonds schlägt seinen Index?
Fondsranking: Welcher aktiv gemanagte Fonds schlägt seinen Index?Pixabay

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Für das diesjährige Capital-Ranking hat Greiff Capital Management erstmals fast 9000 Fonds analysiert. Die exakt 8706 Produkte verteilen sich auf sieben Hauptkategorien, etwa Mischfonds, Anleihen und Aktien nach Ländern und Regionen. Zum ersten Mal dabei sind 205 Geldmarktfonds. Zudem wurden bei den Alternative-Fonds 15 verschiedene Untergruppen getestet, darunter Long-Short-Produkte sowie Absolute-Return-Fonds. Insgesamt enthält die Studie diesmal 126 Unterkategorien. Dazu zählen nicht nur Standardbereiche wie deutsche Aktien, sondern auch exotischere wie indische Aktien und chinesische Anleihen.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Zahl der Untergruppen damit deutlich gestiegen (2017 waren es nur 23). Die Studie ist dadurch noch detaillierter geworden. Der Grund für den Zuwachs ist, dass Greiff Capital Management den Anbieter der Datenbank gewechselt hat, sie stammt jetzt von Thomson Reuters Lipper und ist umfangreicher.

Mit dem Datenbankwechsel geht einher, dass die Vergleichsindizes, an denen sich die Fondsmanager messen lassen müssen, noch strenger als bisher ausgewählt werden konnten. Das bedeutet aber auch: Die Indizes haben sich teils verändert. Während sich europäische Aktien im vergangenen Jahr am MSCI Europe messen lassen mussten, ist es jetzt der Stoxx Europe 50.

Faktor 1: Alter

Die Leistung aller Fonds wurde über drei, fünf und zehn Jahre getestet und bewertet. Chancen auf einen Platz in der Siegerliste haben nur Angebote, die eine Historie von mindestens zehn Jahren vorweisen können.

Faktor 2: Aktivität

Im nächsten Schritt wurden Angebote ausgesiebt, bei denen der Kursverlauf dem des Vergleichsindex deutlich ähnelt. Hintergrund: Ein Portfolio, das sehr stark an dem Index ausgerichtet ist, rechtfertigt nicht die höheren Gebühren gegenüber einem günstigen ETF-Fonds. Die durchschnittliche Abweichung eines aktiv gemanagten Investmentprodukts von seinem Vergleichsindex wird mit dem sogenannten Tracking Error gemessen. Je mehr Mut zur eigenen Meinung der Manager beweist und je mehr er vom Index abweicht, desto höher ist der Wert für den Tracking Error. Eine Runde weiter kommt immer nur die Hälfte der Fonds einer Kategorie, die über alle Zeiträume den höchsten Tracking Error hat.

Faktor 3: Erfolg

Um die Qualität eines Fonds beurteilen zu können, wird seine Wertentwicklung mit dem jeweiligen Index verglichen. Die dafür wichtige Kennzahl ist die sogenannte Information Ratio (IR). Sie gibt an, wie viel Mehrrendite die Manager im Verhältnis zur Abweichung vom Index erzielt haben. Wenn der Fonds eine bessere Wertentwicklung als der Vergleichsindex aufweist, ist die Information Ratio positiv. Je höher sie ausfällt, desto größer war der Mehrertrag für die Anleger. Im Gegensatz zum Vorjahr musste dieses Mal bei der IR nicht eine bestimmte Schwelle (2017 lag sie noch bei 0,3) übertroffen werden, um zu den Siegern zu gehören. Durch die strengeren Vergleichsindizes war diese Selektion nicht mehr notwendig, weil die IRs ohnehin durch die Bank niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Selektion erfolgte also bereits über die strikteren Indizes.