Capital erklärtETFs für Anfänger: Die wichtigsten Fragen

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Auf welche Kennziffern müssen Anleger achten?

Anleger sollten auf das Volumen achten, der Fonds sollte mindestens 100 Millionen Euro groß sein. Das klingt nach sehr viel Geld, ist aber für Fonds vergleichsweise wenig. So gibt es auch Fonds mit einem Volumen im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich. Das Problem bei einem zu geringen Volumen: Unter 100 Millionen Euro lohnt sich der Fonds in der Regel für den Anbieter nicht, er verdient kein Geld damit. Dadurch ist die Gefahr hoch, dass er den Fond eines Tages wieder schließt – und das ist ärgerlich für den Anleger.

Zudem müssen Sparer auf den Tracking Error achten. Er gibt an, wie stark ein ETF vom Index abweicht. Je größer der Tracking Error ist, desto stärker weicht der ETF ab. Anleger sollten einen ETF mit einem möglichst geringen Tracking Error aussuchen, damit sie möglichst nah an dem Index dran sind, den sie sich ausgewählt haben. Das bedeutet in Summe: Sparer sollten sich für einen ETF mit möglichst geringen Kosten und möglichst geringem Tracking Error entscheiden, der gleichzeitig möglichst großvolumig ist.

Sollten sich Sparer für einen ausschüttenden oder wiederanlegenden Fonds entscheiden?

In der Regel gibt es von Fonds – ganz gleich, ob ETF oder aktiver Fonds – mehrere sogenannte Tranchen. In der Regel gibt es eine ausschüttende Tranche, das bedeutet: Kaufen Anleger diese ausschüttende Tranche, leitet der Fonds die gesammelten Dividendenzahlungen aller im Fonds enthaltenen Unternehmen an die Sparer weiter. Solche Tranchen kürzt die Fondsbranche mit den drei Buchstaben D, Dis oder Dist ab, sie stehen für das englische Wort distributing. Zudem gibt es akkumulierende Tranchen. Die Finanzbranche kürzt sie mit dem Kürzel Acc ab, das Kürzel steht für accumulating. Die Dividenden werden bei den akkumulierenden Tranchen angesammelt bzw. – wie es im Finanzsprech heißt – thesauriert, also direkt wieder im Fonds angelegt. Dadurch profitiert ein Anleger vom Zinseszins-Effekt, weshalb sich thesaurierende Fonds besonders gut zum Vermögensaufbau eignen. Ausschüttende Tranchen sind dagegen für Anleger sinnvoll, die regelmäßige Zusatzeinnahmen wünschen.

Wie investieren Sparer in einen ETF? 

Das geht ganz einfach, indem Anleger ein Depot bei ihrer Bank eröffnen. Besonders günstig sind Online- und Direktbanken wie die Onvista Bank und die DKB. Bei diesen Geldhäusern fallen in der Regel keine Depotgebühren an, zudem sind die Kosten beim Kaufen und Verkaufen vergleichsweise niedrig. Sinnvoll ist in der Regel ein Sparplan, bedeutet: Wie beim Sparbuch legt ein Anleger jeden Monat oder jedes Quartal eine gewisse Summe an – und investiert diese automatisch in einen ETF. Das wichtigste Argumente für einen Sparplan: Weil ein Sparer regelmäßig einzahlt, diszipliniert ein Sparplan. Im Idealfall gewöhnt sich ein Anleger so sehr daran, dass er vergisst, dass er jeden Monat aufs Neue anlegt. Und so sitzt er dann alle Krisen an den Börsen aus, ohne es zu beabsichtigen.