FondsDie zehn besten Rohstofffonds

Rohstofffonds sind komplex, ihre Strategien nicht immer leicht nachzuvollziehen. Die meisten dieser Produkte richten sich an institutionelle Investoren, die ihr Portfolio breiter aufstellen wollen. Auch der von BNY Mellon aufgelegte Rohstofffonds, der über drei Jahre hinweg in seiner Kategorie am besten abgeschnitten hat, eignen sich nur bedingt für Privatinvestoren: Zum Einstieg müssen Anleger mindestens 10.000 Euro investieren. Dafür wurden sie zuletzt aber auch mit einem ordentlichen Plus belohnt. Im Schnitt verloren Fonds, die breit gestreut in unterschiedliche Rohstoffe investieren, in den vergangenen drei Jahren pro Jahr fast zehn Prozent an Wert. Der Sieger schaffte dagegen im selben Zeitraum ein Plus von mehr als fünf Prozent.

Der BNY Mellon-Fonds bildet einen Rohstoffindex der Investmentbank Merrill Lynch nach, der wiederum die Sektoren Energie, Basismetalle, Edelmetalle, Getreide und Ölsaaten abdeckt. Gleichzeitig wettet der Fonds auf Verluste bei einem Rohstoffindex von Dow Jones – im Fachjargon sagt man, er geht short.

Zusammensetzung der Fonds ist zweitrangig

Mehrere der besten Rohstofffonds verfolgen sogenannte Long-Short-Strategien, setzen also gleichzeitig auf steigende und fallende Kurse, um in jeder Marktlage Rendite zu erzielen. Viel geholfen hat das zuletzt nicht. Die Ergebnisse der Fonds sind in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich ausgefallen. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Produkte aber eher schlecht als recht geschlagen.

Privatanleger sollten Rohstofffonds nicht als potenzielle Renditebringer sehen, sondern sie – wie viele institutionelle Investoren – höchstens dazu nutzen, ihr Portfolio breiter zu streuen. Bei der Auswahl sollten sie Kosten und Performance berücksichtigen. Die Zusammensetzung der Fonds ist zweitrangig. Manager von Rohstofffonds investieren sehr unterschiedlich: Manche setzen auf Ölsaaten und Edelmetalle, andere beispielsweise auf Halbedelsteine und Holz. Alle dieser Rohstoff-Sektoren sind kaum mit den Aktien- oder Rentenmärkten korreliert. Und darauf kommt es bei der Diversifizierung schließlich an.

Rohstofffonds

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Quelle: Morningstar; Stand: 27.2.2015