DigitalwährungBitcoin-Absturz - der Krypto-Crash

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Ist der Bitcoin bald wertlos?

Wo nun der faire Wert des Bitcoin liegt, fragen sich viele: Hat er das Zeug, einmal eine der Weltwährungen zu ersetzen oder gar das Gold abzulösen? Dann wären 250.000 oder vielleicht sogar 350.000 Dollar gerade angemessen für eine Digitalmünze – von denen es weltweit einmal höchstens 21 Millionen geben soll. So sagen die absoluten Optimisten. Allerdings vermissen Ökonomen beim Bitcoin die Fähigkeit, die Geldmenge zu erhöhen und sie mit steigender Gesamtwirtschaftsleistung an die wachsende Wirtschaft anzupassen. Zudem fehle es ihm gegenüber dem Gold an Wertbeständigkeit. Andere taxieren den fairen Wert auf 15.000 Dollar, vermutlich im Andenken an den bisherigen Höchststand.

Skeptiker dagegen sagen: Mit 20 Dollar sei er angemessen bezahlt. Und die Pessimisten finden sogar: Angesichts des Stromverbrauchs, den das gesamte Rechnernetzwerk benötigt, damit es in komplizierten Berechnungen überhaupt Bitcoin produziert und damit es Datenpakete von Rechner zu Rechner versendet, liege der faire Wert einer Einheit sogar unter Null Dollar. Allerdings: Rechnet beim Gold auch jemand die Beschaffungskosten dagegen? Eine andere Warnung scheint da plausibler: Der Bitcoin könnte auch bald wertlos sein, weil neue Technologien erfunden würden, die demnächst die Blockchain ersetzen. Vor dem Exodus des Bitcoin warnte auch bereits Nobelpreisträger Shiller.

Wohin es den Kurs bis auf Weiteres verschlägt, müssen Optimisten wie Pessimisten abwarten. Die Charttechniker jedenfalls geben zurzeit wenig Grund zum Jubeln: Im kommenden halben Jahr werde der Kurs zwischen 3000 und 5000 Dollar schwanken. Komme er nicht aus dem Bärenmarkt heraus, dann sei auch ein Kurs von unter 3000 Dollar langfristig wahrscheinlich.