VersicherungenBerufsunfähigkeit: Warum Kunden Preissprünge drohen

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Aus der Sicht von Albers wiegen die Nachteile schwer: Oft habe sich in der Zwischenzeit der Gesundheitszustand der Kunden verschlechtert, zudem würden die heiklen Fristen für die Anzeigepflichten wieder von vorn beginnen.

Wer dennoch wechseln will, sollte schrittweise vorgehen und zunächst prüfen, ob der Markt tatsächlich bessere Angebote bei Preisen und Leistungen bietet, rät Albers. Immerhin zählen die BU-Konditionen der WWK laut Analysehaus Morgen & Morgen seit Langem zu den besten am Markt. Zudem sollten Versicherte vorab klären, ob Gesundheitszustand oder neue Hobbys einen Wechsel überhaupt zulassen. Auch sollte man beim neuen Anbieter die Brutto-Netto-Spanne frühzeitig ausloten. Der wichtigste Tipp für Wechsler ist aber denkbar einfach: Niemals den alten Vertrag kündigen, bevor ein neuer Kontrakt zu Hause liegt.

De facto muss sich die große Mehrheit der WWK-Versicherten den Kopf darüber auch gar nicht zerbrechen. Denn deren Konkurrenten wildern nur unter Jungen und Kerngesunden. So gelten die aktuellen Aktionen lediglich für Kunden, die maximal seit drei bis fünf Jahren versichert sind. Ältere Versicherte sind außen vor. Die Continentale begründet die Einschränkung damit, nur so Änderungen beim Gesundheitszustand verlässlich prüfen zu können.

 

Welche Versicherer bei ihren Abwerbeaktionen ebenfalls eine aggressive Preispolitik fahren und damit potenzielle Erhöhungen riskieren, lässt sich kaum vorhersagen. Wenn Brutto- und Nettobeitrag im Berufsunfähigkeitsschutz um weit mehr als 70 Prozent auseinanderklaffen, ist das aber kein gutes Zeichen. Dann fehlt dem Versicherer selbst das Zutrauen in den fälligen Beitrag, den er in Aussicht stellt.

Trotz der Gefahr steigender Risikobeiträge machen Onlineportale wie Check24 den Zahlbeitrag immer noch zum Maß. Der mögliche Maximalwert wird teils gar nicht ausgewiesen, teils müssen Nutzer ihn mühselig suchen. Schon im eigenen Interesse achten findige Kunden deshalb konsequent auf beide Prämienangaben, brutto und netto. Als Faustregel gilt: Bei gleich guten Konditionen und ähnlichem Zahlbeitrag bevorzugen sie das Angebot mit dem niedrigsten Bruttobeitrag. Damit zahlen sie zwar kurzfristig vielleicht mehr. Doch langfristig sind sie auf der sicheren Seite.

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