VerwahrentgelteBei diesen Banken gelten die höchsten Negativzinsen

Er habe sich, erklärte Nick Jue, „diese Entscheidung nicht leicht gemacht“. Was den Deutschlandchef der ING umtrieb, war die Frage, ob die Direktbank von ihren Kunden ein Verwahrentgelt für hohe Summen auf Giro- und Tagesgeldkonten verlangen sollte. Schließlich hat die ING viele ihrer heute neun Millionen Kunden in Deutschland mit hoch verzinsten Kontomodellen gewonnen.

Trotzdem gilt nun auch bei der ING: Wer mehr als 50.000 Euro auf einem Konto geparkt hat, muss für Guthaben oberhalb davon Negativzinsen zahlen: minus 0,5 Prozent, also genau jener Satz, der für Banken fällig wird, wenn sie kurzfristig Liquidität bei der Europäischen Zentralbank parken.

Die ING, in Deutschland mit einer Bilanzsumme von 190 Mrd. Euro ein Schwergewicht, liegt damit voll im Trend: Laut dem Vergleichsportal Verivox ist die Zahl der Institute, die Negativzinsen im Privatkundengeschäft ausweisen, auf 349 gewachsen. Ende 2020 waren es erst 178. Stichtag der Erhebung ist der 29. Juni – aktuell kämen jedoch „nahezu täglich weitere Geldhäuser hinzu“, so Verivox-Manager Oliver Maier.

Die meisten dieser Banken – laut dem Portal Biallo sind es etwa 80 Prozent – verlangen dabei wie die ING einen Satz von minus 0,5 Prozent. Aber es gibt auch eine Reihe von Instituten, bei denen das Parken großer Beträge teurer ist. Das sind laut Verivox die Spitzenreiter: