Edelmetall10 Fakten über Deutschlands Goldreserven

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Goldlagerstätte bei der Bundesbank
Goldlagerstätte bei der Bundesbank

#6 Goldverlagerung

Die Bundesbank holte zudem in den vergangenen Jahren 111 Tonnen Gold von New York zurück auf deutschen Boden. Damit wurde das Ziel umgesetzt, bis 2020 die Hälfte der Goldreserven in Deutschland zu verwahren. Die sogenannte Goldverlagerung kostete inklusive Umschmelzung 7,7 Mio. Euro.

#7 Geschichte

Von 1945 bis 1950 gab es in Deutschland keine Goldreserven. Die wurden ab den 50er Jahren aufgebaut. Anlass war der Beitritt Deutschlands 1952 zum Bretton-Woods-System (bis 1973) und zur Europäischen Zahlungsunion (bis 1958). Damals mussten Länder mit Leistungsbilanzdefiziten jenen mit Überschüssen Gold überschreiben.

#8 Rekordvolumen

1968 erreichte die deutschen Reserven ihren Höchststand: 4034 Tonnen. Das Gold stammte vor allem von der FED, der Bank of England und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, die innerhalb der Europäischen Zahlungsunion als Abrechnungsstelle diente.

#9 Notgroschen

Die Goldreserven sind der Notgroschen der Bundesrepublik. Gold „dient der Vertrauensbildung, ist universell akzeptiert und robust gegen Schocks wie beispielsweise Länder- oder Währungsrisiken“, erklärt die Bundesbank. Außerdem trage Gold zur Risikodiversifizierung des Portfolios bei.

#10 Gedenkmünzen

Im Januar 1999 wurden 7,46 Millionen Unzen aus dem deutschen Goldbestand an die Europäische Zentralbank übertragen. Sie gehörten zum deutschen Anteil an den Währungsreserven der EZB. Seitdem ist der Goldbestand weitgehend konstant geblieben. Er nimmt nur noch in geringen Mengen ab, wenn Gold für die Prägung von Gedenkmünzen an das Bundesfinanzministerium verkauft wird. Mit diesen Gedenkmünzen kann also jedermann einen ehemaligen Teil des deutschen Goldschatzes in Händen halten.


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