Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Tarifa

Zwischen der Costa del Sol und Tarifa liegen zwar nur 70 Kilometer, gefühlt sind es aber ganze Welten: Vom Pauschaltourismus am zahmen Mittelmeer könnte man hier nicht weiter entfernt sein. Windsurfer, Kiter und Freigeister lassen sich in der südlichsten Stadt des europäischen Festlands die Atlantik-Winde um die Nase pfeifen. In den Gassen der von dicken Mauern eingeschlossenen Altstadt sind arabische Kultur und Architektur spür – und sichtbar. Immerhin sind es nach Afrika nur 14 Kilometer über das Meer. Vom Hafen aus ist bei klarem Wetter die afrikanische Küste gut zu sehen. Wer Tarifas Zauber erlegen ist, lässt sich innerhalb der Stadtmauern des Casco Viejo nieder. Hier sind die Wohnungen am kleinsten, die Preise jedoch am höchsten. Einfamilienhäuser gibt es im etwas abgelegenen, höher gelegenen Viertel El Cuartón, die Surfer zieht es zu den Stränden Punta Paloma und Los Lances. Stammgäste bescheren Hausbesitzern in der Saison stabile Mieteinnahmen. Das hat bislang viele auch in finanzielle Not geratene Immobilienbesitzer vom Verkauf abhalten. Der oft stürmische Levante-Wind, ebenso wie Naturschutzmaßnahmen und militärische Sperrzonen, haben weite Teile der Atlantikküste in diesem Teil Andalusiens in ihrem ursprünglichen Zustand belassen. In Valdevaqueros, einem Surfer- und Kiter-Mekka zwölf Kilometer von Tarifa entfernt, könnte sich das bald ändern: Im Kampf gegen die grassierende Arbeitslosigkeit hat Tarifas Stadtverwaltung den Bau von 350 Häusern und Hotelanlagen für 1500 Betten zwischen zwei Naturparks am Rande des Strands genehmigt. Nur das grüne Licht der Landesregierung für das umstrittene Projekt steht noch aus. „Die Planer haben die Rechnung ohne den Levante gemacht“, ist Makler Eduardo Martínez von der Agentur Livingtarifa überzeugt. Denn die stetige steife Brise über dem Meer sowie die gefährlichen Strömungen im Wasser sind nur was für hart Gesottene, eignen sich aber nicht für Badeurlauber, ist man hier sicher.
capital.de, 31.01.2017
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