Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Alicante

Mit knapp 300.000 Einwohnern ist Alicante die größte Stadt an der Costa Blanca. Hauptattraktion sind die breiten Sandstrände in der Umgebung und die mit buntem Bodenmosaik verzierte Strandpromenade. Ins architektonisch unauffällige Zentrum der Stadt bringen die knapp 30.000 Studenten Schwung, unter ihnen viele ausländische Austauschstudenten. Sie halten auch die Nachfrage nach Wohnungen rund um die Universität im nördlich gelegenen Vorort San Vicente del Raspeig aufrecht.

Im Sommer ziehen viele Einheimische in ihre Strandhäuser- und Wohnungen, etwa an die Playa de San Juan, an dessen Strand sich ein Hochhaus ans andere reiht. Hier im Osten der Stadt stehen auch die schicksten Einfamilienhäuser: in Vistahermosa und der Siedlung Carolina neben einem Golfplatz.

Durch den Flug- und Fährhafen füllt sich die Stadt im Sommer nicht nur mit Touristen, sondern auch mit in Spanien lebenden Nordafrikanern, die von hier aus die Fähre nach Algier nehmen. Immer häufiger kehren sie allerdings nicht mehr aus ihrem Sommerurlaub in der Heimat zurück – der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Spanien wegen. Auf Alicante könnte damit ein zusätzliches Immobilienproblem zukommen. Denn hier hat man spekulativ für die „Gastarbeiter“ gebaut – vor allem viele einfache Wohnungen, die dann leer stehen würden.

Nach einer im Mai veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Deloitte stehen schon heute allein in der Provinz Alicante mehr als 50.000 Wohnungen leer. Die Quadratmeterpreise sind nach Informationen des Branchendienstes Fotocasa seit 2008 um knapp 20 Prozent gefallen. Dennoch will der konservative Stadtrat einen umstrittenen neuen Bebauungsplan durchboxen, der in Rabasa am nördlichen Stadtrand die Eröffnung einer Ikea-Filiale vorsieht – sowie den Bau von 13.000 neuen Wohnungen.

capital.de, 31.01.2017
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