Ferien-Kompass Niederlande

Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Niederlande

Nicht nur bei Familien steht die 451 Kilometer lange niederländische Küste hoch im Kurs. Die Inseln der Provinz Seeland, die sonnige Küste Nordhollands und Friesland mit seinen Seen und dem Ijsselmeer bieten unzählige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Am und auf dem Wasser. Mit oder ohne Kinder.\r\n\r\nFerienhäuschen, die sich Bundesbürger in den 70er-Jahren in der Provinz Seeland gekauft hatten, sind heute im Schnitt das Zehnfache wert. Eine ähnliche Preisentwicklung darf für die Zukunft nicht erwartet werden. Die Preise sind seit 2008 fast überall um fünf bis zehn Prozent gefallen und das Angebot ist erheblich größer als im Vorjahr. Das stärkt die Position von Kaufinteressenten, die in der Regel mit einem Kaufpreis rechnen können, der deutlich unter dem Angebotspreis bleibt. Anders verhält es sich auf dem Mietmarkt: Die Ferienhausmieten ziehen weiterhin jährlich um zwei bis drei Prozent an.\r\n\r\nKaufinteressenten sollten sich grundsätzlich über Kaufbeschränkungen und Nutzungsregeln informieren. Immobilien im Ortskern sind für Ausländer häufig tabu. Seit 2003 wird in dem dichtbesiedelten Land streng auf die Trennung von Wohn- und Ferienimmobilien geachtet. Das Ziel: In den Ortskernen sollen nur noch diejenigen wohnen, die dort einen Erstwohnsitz haben. Die Behörden wollten damit verhindern, dass sich in Gemeinden, in denen viele Objekte die längste Zeit des Jahres leer stehen, die Wirtschafts- und Sozialstruktur verschlechtern. Doch wer sich gut informiert, findet auch heute noch Orte, in denen es keine Kaufbeschränkungen für Zentrumslagen gibt. Zudem beschränkt sich das Kaufverbot für Urlaubszwecke in manchen Kommunen nur auf Häuser. „Bei Apartmenthäusern gibt es vielerorts Ausnahmen“, sagt Maklerin Angelique van der Belt von Pims Makelaardij. Sie rät Kaufinteressenten, grundsätzlich bei der Gemeindeverwaltung nachzufragen, welche „woonbestemming“ eine Wohnung oder ein Haus hat. In manchen Fällen ist die Nutzung als Ferienimmobilie zwar ausnahmsweise erlaubt, aber personengebunden oder mit anderen Einschränkungen verknüpft.\r\n\r\nAuch beim Immobilienkauf im Bungalowpark hilft ein Blick auf die Nutzungsbedingungen. So herrscht vielerorts Vermietungspflicht für den Zeitraum, in dem das Objekt nicht vom Besitzer selbst bewohnt wird. Um gegen böse Überraschungen gefeit zu sein, rät Jan-Willem Hoogedeure vom Vlissinger Büro Schuitema Makelaars zudem: „Man sollte nie dem Makler des Verkäufers trauen, der ja auch vom Verkäufer bezahlt wird. Die Kosten für einen eigenen, sogenannten Ankaufsmakler machen sich immer bezahlt.“\r\n\r\nDie Informationen zu den Nutzungsregeln helfen auch bei der Einschätzung der Preise. Beispielsweise sind Objekte in Lagen, die eine „dubbele woonbestemming“ haben, also für die Nutzung als Hauptwohnsitz oder zu Erholungszwecken zugelassen sind, meist deutlich teurer. Denn für solche Adressen gibt es auch wohlhabende niederländische Interessenten aus den Ballungsgebieten Amsterdam oder Rotterdam, die etwa nach Alterswohnsitzen an der Küste Ausschau halten.\r\n\r\n

capital.de, 31.01.2017
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