Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Crete

„Der Eigentümer wird sich mit Geduld wappnen müssen“, meint Antonella Carlucci trocken, als sie hört, das Podere Belvedere südlich von Siena stehe für 5 Mio. Euro zum Verkauf. In den Augen der Engel & Völkers-Partnerin aus der Palio-Stadt ist das momentan viel Geld, möglicherweise zu viel – selbst für die Toskana-Ikone schlechthin, ein riesiges Backsteingebäude auf einer Hügelkuppe, umgeben von Zypressen und inmitten einer wellenartigen Landschaft, die jeder schon einmal auf einem Foto gesehen hat.

Aktuell sind mehrere dieser Gehöfte auf dem Markt, bis 1000 Quadratmeter groß und typisch für die ländlichen Gebiete Crete und Val d’Orcia, wo es kaum kleinere Wohneinheiten gibt. Der Preis für diese Mehrgenerationenhäuser aus einer verschwundenen Bauernzeit beträgt 5 bis 8 Mio. Euro. Oft wurden sie von den Gewinnern der Börsenwelt aufgekauft und mit hohem finanziellen Einsatz in Luxusimmobilien verwandelt. Viele haben seitdem mehrfach den Besitzer gewechselt und waren immer für eine hohe Rendite gut. Damit ist erst einmal Schluss, glaubt Antonella Carlucci. Die heutigen Eigentümer könnten sich freuen, wenn sie das Prachtstück ohne Verlust los würden.

Im Markt für kleinere Podere steckt mehr Dynamik. Dabei sind auch sie durchweg 250 bis 400 Quadratmeter groß und nicht unter einer Millionen Euro zu haben. Nach der Flaute im Herbst 2011 ist in diesem Segment erneut eine kleine Steigerungsrate zu verzeichnen. Denn wo alles stimmt – Ambiente, Ausstattung und Ausmaß – sind Käufer weiterhin bereit, viel auszugeben. Es ist müßig darauf zu verweisen, dass sich der Mietspiegel für Ferienimmobilien ebenfalls auf hohem Niveau bewegt.

capital.de, 31.01.2017
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