Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Chianti

Nikolaus Barnewitz kennt den Immobilienmarkt im Chianti seit 40 Jahren. Immer war die Nachfrage nach einem der herrlichen toskanischen Landhäuser in schönster Hügellage oder nach einer charmant restaurierten Wohnung in einem Weingut oder Dorf größer als das Angebot. Das hat die Preise – mal mehr, mal weniger – stetig in die Höhe getrieben. „Eine Chianti-Immobilie galt weltweit als Goldmine. Zeitweise wurden beim Verkauf Traumrenditen erzielt, die bei keiner anderen Anlageklasse möglich wären.“

Die satten Gewinne sind durch die weltweite Finanz- und Schuldenkrise fürs erste gestoppt. Es herrscht Flaute zwischen Florenz und Siena. Dabei ist das Angebot ungewöhnlich groß. Selbst Weingüter stehen zum Verkauf. Die Preise sind jedoch nur leicht gefallen, beginnen in Toplage bei einem Landsitz bei 1,5 Millionen Euro, bei einer sanierten Wohnung bei 4000 Euro pro Quadratmeter. Nikolaus Barnewitz denkt nicht, dass es viel günstiger wird. Mythos-Bonus und ein striktes Bauverbot außerhalb von Ortschaften garantieren hier den Werterhalt. Sein Rat: Schieben Sie den geplanten Kauf nicht zu lange auf. Das Blatt kann sich bald schon wieder wenden. Da reicht ein positives Signal aus Politik und Wirtschaft, wie der versprochene Rettungsschirm für die Banken Ende Juni. „Am Tag darauf standen bereits die ersten Käufer aus Übersee vor der Tür. Sie hatten bis dato befürchtet, Italien könne zur Lira zurückkehren.“

Von der schlechten Konjunkturlage merkt der Mietmarkt nichts. Urlaub im Chianti ist gefragt wie eh und je, ob in einer gemütlichen Wohnung in einem abgelegenen Gehöft (ab 350 Euro pro Woche) oder in einer komfortablen Traumvilla mit Pool und Park (bis 9000 Euro).

capital.de, 31.01.2017
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