KryptowährungenVier Wege beim Bitcoin-Hype mitzumachen

Kryptowährung Bitcoin-Darstellung
Bitcoin-Darstellung: Ist das virtuelle Zahlungsmittel tatsächlich eine Währung?

Im Februar 2017 kostete ein Bitcoin noch rund 1000 Dollar. Im Dezember waren es dann über 20.000-Dollar, kurz darauf folgte der Absturz auf unter 6000 Dollar. Diese Woche lag der Kurs nun wieder zwischen 8000 und 9000 Dollar. Wer sich von all dem immer noch nicht abschrecken lässt, hat offenbar große Lust auf Risiko. Man muss jedenfalls mindestens gute Nerven haben bei dieser hochspekulativen Wette.

Wer mit Kryptowährungen handeln will, muss dafür technisch nicht besonders versiert sein. Es ist nicht einmal nötig, tatsächlich digitales Geld zu erwerben. Hier kommen vier Wege, die Krypto-Fans gehen können:

1. Bitcoins

Kryptowährungen werden in sogenannten Wallets verwahrt. Früher mussten dafür spezielle Programme installiert werden, heute ist die Funktion bei den wichtigsten Onlinehandelsplätzen für Bitcoins integriert. Eine Anmeldung bei Anbietern wie Bitcoin.de oder Coinbase geht in wenigen Schritten, anschließend kann man die wichtigsten Digitalwährungen – Bitcoin, Bitcoin Cash und Ether – zum aktuellen Kurs und gegen eine Handelsgebühr erwerben. Die Marktplätze gelten inzwischen als relativ sicher, allerdings kommt es immer wieder vor, dass bei massiven Kursbewegungen die Seiten der Anbieter nicht erreichbar sind.

2. Altcoins 

Wem der Handel mit Bitcoin oder Ether noch nicht spekulativ genug ist, der kann auch in eine der inzwischen über 1000 weiteren Kryptowährungen investieren, die sogenannten Altcoins. Dafür braucht man ein Konto bei einem spezialisierten Marktplatz wie dem US-Anbieter Kraken. Wer den umständlichen Anmeldeprozess durchhält, kann über ein professionelles Tradingportal Bitcoin-Rivalen wie Ripple, Monero oder IOTA handeln. Gerade kommen ständig neue Altcoins auf den Markt, mithilfe sogenannter Initial Coin Offerings, die nach dem Vorbild von IPOs ablaufen. Um an ihnen zu partizipieren, brauchen Anleger eine spezielle Software, viel Know-how – und eine besonders ausgeprägte Lust am Risiko.

3. Zertifikate 

Anleger können von Bitcoin profitieren, ohne die Kryptowährung zu besitzen. Sie können über ihr Depot ein Zertifikat kaufen, eine Finanzwette. Sie bildet den Bitcoinkurs nach, der Wert des Zertifikats steigt und fällt also parallel dazu. Die Gefahr: Selbst wenn der Bitcoinkurs steigt, droht der Totalverlust, wenn die Anbieterbank pleitegeht.

4. Blockchain-Aktien 

Die Technologie hinter Kryptowährungen ist die Blockchain, quasi ein vollautomatischer, digitaler Kontoauszug. Auch Unternehmen können die Technik nutzen, um deutlich effizienter zu werden. IT-Konzerne wie SAP und der Versorger Innogy arbeiten an Blockchain-Produkten. Noch sind die eher unwichtig für das Gesamtgeschäft, der Einfluss auf den Aktienkurs bislang gering. Höchst riskant sind reine Blockchain-Firmen wie die BTL Group aus Kanada.