Der US-Computerhersteller
Hewlett-Packard will seinem Rivalen
Dell den Datenspeicher-Spezialisten 3Par für 1,6 Mrd. Dollar vor der Nase wegschnappen. Der Weltmarktführer bot am Montag 24 Dollar je 3Par-Aktie. Das sind sechs Dollar mehr als Dell in der vergangenen Woche auf den Tisch gelegt hatte.
Das Angebot des weltweiten Branchendritten beläuft sich auf insgesamt 1,2 Mrd. Dollar. Die beiden Computerunternehmen wollen mit 3Par ihr Geschäft mit internetbasierten Diensten - dem so genannten Cloud Computing - stärken. Die 3Par-Aktie stieg nach der Vorlage der HP-Offerte vorbörslich um 40 Prozent. Die HP-Aktie gab um rund ein Prozent nach.
Mit der Übernahme des IT-Dienstleisters 3Par hatte Dell geplant, den Wettbewerbern HP und
IBM Marktanteile abzunehmen und die Abhängigkeit vom schwächelnden Hardwaremarkt zu reduzieren.
Die Technologie von 3Par würde es Dell ermöglichen, künftig komplette Datenzentren für große Firmen und Behörden einzurichten - vom Server über den Arbeitsspeicher bis hin zur Software. Bisher konnte der Konzern Großkunden keine eigene Speichertechnologie anbieten.
Bei IT-Dienstleistungen sind die Margen höher als im klassischen PC-Geschäft, das rund die Hälfte des Umsatzes von Dell ausmacht. Im PC-Verkauf liegen die Renditen im unteren einstelligen Prozentbereich, während bei Servern und Speichersystemen immerhin Gewinnspannen im höheren einstelligen Prozentbereich erzielt werden. Dell galt in dem profitablen Geschäft bisher als zu zaghaft.
Kursinformationen + Charts
| Unternehmen | ISIN | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| HEWLETT PACKARD CO | US4282361033.N | ||||
| DELL COMPUTER CORP. | US24702R1014.F | ||||
| INTL BUSINESS MACH | US4592001014.N |
Quelle: ftd.de
© 2010 capital.de

















