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Deutsche Telekom erhält Vermögensgegenstände im Wert von bis zu 6 Mrd. Dollar, wenn der Verkauf der Tochter T-Mobile USA scheitert. Für den Fall eines Vetos der amerikanischen Aufsichtsbehörden habe der Käufer
AT&T diese außergewöhnlich hohe Ausgleichsleistung in Aussicht gestellt. Das wurde bereits im Mai bekannt.
Für die US-Mobilfunktochter der Telekom ist ein Kaufpreis von 39 Mrd. Dollar vereinbart. Sollte die Übernahme nicht zustande kommen, erhält die Deutsche Telekom als Entschädigung 7,7 Prozent der Summe in bar. Zu diesen knapp 3 Mrd. Dollar kämen noch weitere Leistungen. Dabei handelt es sich um Mobilfunkfrequenzen im Wert von 2 Mrd. Dollar sowie eine Vereinbarung zum Telefonieren in fremde Mobilfunknetze (Roaming), die etwa 1 Mrd. Dollar wert sein soll.
7,7 Prozent sind bereits relativ viel. Rechnet man die zusätzlich vorgesehenen Vermögenswerte hinzu, ergibt sich eine Quote von 15,4 Prozent. Das ist nach Thomson-Reuters-Daten im internationalen Vergleich ein Rekordwert.
Er zeigt , dass AT&T sich bislang sehr sicher war, die zuständigen Behörden überzeugen zu können. Geprüft werden muss die Transaktion, die den US-Konzern vor dem bislang größeren Rivalen Verizon Wireless an die Spitze des heimischen Mobilfunkmarktes katapultieren soll, von der US-Telekommunikationsaufsicht FCC sowie dem Justizministerium in Washington, das bei Fusionen als Wettbewerbshüter fungiert. Am Mittwoch reichte das Ministerium bei einem Bundesgericht eine Klageschrift gegen den Kauf ein. Begründung: substanzielle Behinderung des Wettbewerbs. Das Geschäft gilt nun als akut gefährdet. Die Telekom-Aktie verlor nach Bekanntwerden knapp sechs Prozent an Wert.
In den USA gibt es Kritik zahlreicher Verbraucher sowie dem AT&T-Konkurrenten
Sprint Nextel an dem Übernahmevorhaben.
Quelle: ftd.de
© 2011 reuters










