10.03.2010
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Eon will für 2009 wie im Jahr zuvor eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie bezahlen.
Eon will für 2009 wie im Jahr zuvor eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie bezahlen.
Foto: dpa

Schwaches Geschäft

Eon traut sich keine Prognose zu

Der sinkende Gasabsatz verhagelt Deutschlands größtem Energiekonzern die Bilanz. Umsatz und Gewinn gehen noch stärker zurück als von Analysten erwartet. Und auch der Ausblick ist mau.

Eon rechnet nach Einbußen 2009 im laufenden Jahr mit keiner deutlichen Geschäftsbelebung. Wegen der Wirtschaftkrise sei eine Prognose weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Versorger erwartet, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im laufenden Geschäftsjahr lediglich um bis zu drei Prozent steigen wird. Der bereinigte Konzerüberschuss werde auf dem Niveau von 2009 verharren. Die Aktie reagierte im frühen Geschäft mit leichten Verlusten.

"Der weitere Verlauf der wirtschaftlichen Erholung ist derzeit nur schwer abzusehen, wobei insbesondere das Marktumfeld unseres Gasgeschäft durch Überkapazitäten belastet ist", teilte das Management mit. Im Zuge der Wirtschaftskrise und der geringeren Industrieproduktion weltweit waren die Preise für Gas gefallen und der Absatz gesunken.

Für 2011 blieb der Versorger eine konkrete Prognose komplett schuldig. Ein verlässlicher Ausblick sei aufgrund von "Ungewissheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, währungsbezogenen, regulatorischen, technischen und wettbewerbsbezogenen Entwicklung" derzeit nicht möglich.

Die Erlöse sanken laut Eon 2009 um sechs Prozent auf 81,8 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit ging um zwei Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zurück. Damit lag der Versorger unter den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt Erlöse von 82,9 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit von 9,9 Milliarden Euro erwartet hatten. Der bereinigte Konzernüberschuss fiel um fünf Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Dennoch will der Konzern für 2009 wie im Jahr zuvor eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie bezahlen.

Die Wirtschaftskrise hat die Energiewirtschaft weniger stark getroffen als etwa die Stahlindustrie oder den Maschinenbau. Insbesondere die wegen der eingebrochenen Produktion rückläufige Strom- und Gasnachfrage der Industriekunden macht der Branche jedoch zu schaffen. Deshalb hatte vor zwei Wochen bereits Eon-Konkurrent RWE seine Gewinnziele für die kommenden Jahre zurückgeschraubt. Auch der französische Versorger GDF Suez hatte kürzlich nach einem mageren Gewinnanstieg 2009 seine Erwartungen gesenkt.


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