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27.06.2011
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Foto: Getty

Onlinewerbung

Googles gefühlte Dominanz

von Andrea Rungg

Google beherrscht seit Jahren den Onlinewerbemarkt. Das allein ist kein Delikt. Doch Rivalen beschuldigen den Suchkonzern, seine Stellung zu missbrauchen - ein Vorwurf, der nun auch US-Behörden beschäftigt und Google langfristig lähmen könnte.

Googles früherer Chef Eric Schmidt hat gewusst, was auf den Konzern zukommt. "Wir sind so erfolgreich, dass sich die Regierungen Sorgen machen. Wir haben einige sehr komplizierte Punkte mit den Regierungen zu klären", sagte Schmidt im Januar in München. Damals war gerade bekannt geworden, dass Schmidt künftig dem Verwaltungsrat vorsitzen und Google-Gründer Larry Page das Unternehmen weiterführen würde.

Einen Konzern, dessen Suchmaschine in den USA immerhin zwei Drittel aller Suchanfragen im Internet bearbeitet. In Europa sind es gar mehr als 80 Prozent. Google verdiente im Jahr 2010 über 8,5 Mrd. Dollar bei einem Umsatz von knapp 29 Mrd. Dollar. Das Unternehmen greift damit allein rund ein Drittel der weltweiten Werbeausgaben im Internet ab, mehr als jeder andere Konzern. Wettbewerber klagen, Google würde seine Machtposition missbrauchen, indem es beispielsweise bei Suchanfragen eigene Angebote bevorzugt.

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