Das US-Start-up Airbnb ist von Investoren mit 1,3 Mrd. Dollar bewertet worden. Die Onlineplattform, die private Unterkünfte in aller Welt vermittelt, hat sich nach Informationen der Financial Times 112 Mio. Dollar frische Finanzierung gesichert. Dank des Investments der Wagniskapitalgeber Andreessen Horowitz, Digital Sky Technologies und General Catalyst verfügt das drei Jahre alte Unternehmen aus San Francisco nun über 119,8 Mio. Dollar Kapital. Mit dem Geld will Airbnb weltweit expandieren, vor allem in Europa und Brasilien.
Airbnb steche aus der Masse der hoch bewerteten IT-Start-ups hervor, sagte Jeff Jordan von Andreessen Horowitz. "Das Unternehmen hat eine erstaunlich steile Wachstumskurve. In unseren Augen hat es das Potenzial, ein enorm erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen zu werden", sagte er. "Um das zu erreichen, muss man sich schnell bewegen und braucht die nötigen Mittel."
Seit Gründung im Jahr 2008 sind über das Portal mehr als zwei Millionen Übernachtungen gebucht worden. Das Angebot reicht von einer einzelnen Nacht in einer Privatwohnung bis hin zu einer ganzen Woche auf einer Jacht. 55 Prozent der Umsätze erzielt Airbnb im Ausland, so Firmengründer Brian Chesky.
Mit dem frischen Geld will Airbnb weltweit neue Niederlassungen eröffnen und ortskundiges Personal einstellen. Erst im Mai hat Airbnb das deutsche Pendant Accoleo übernommen. Chesky zufolge will man auf die wachsende Nachfrage in Deutschland, Frankreich, Brasilien und vor allem Großbritannien reagieren - und dort 2012 von den Olympischen Spielen in London profitieren. Schon jetzt ist London mit 70.000 Übernachtungen bei Airbnb die zweitbeliebteste Stadt in Europa.
Quelle: ftd
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