Beim Praxistest des neuen Vergütungssystems der
Telekom, das auch die Mitarbeiterzufriedenheit berücksichtigt, sind die Vorstände durchgefallen. Wie Capital aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen erfuhr, sackte der Wert bei zwei der drei bonusrelevanten Fragen aus der Mitarbeiterbefragung sogar unter das Niveau von 2009. So meinen beispielsweise nur 53 Prozent der Telekom-Mitarbeiter, dass ihr Arbeitsumfang mit dem geforderten Qualitätsanspruch vereinbar sei. Die Zielvorgabe des Aufsichtsrates war hier ein Wert von 62 Prozent. 2009 lag der Wert noch bei 59 Prozent.
Die Telekom hatte sich vor einem Jahr ein neues Vergütungssystem verordnet, das die Höhe der Bonuszahlungen auch von den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung abhängig macht. Sechs der acht Vorstände sind bisher auf das neue System umgestiegen. Im Jahr 2010 konnte das Urteil der Untergebenen zum ersten Mal Einfluss auf die Vorstandsgehälter haben.
Allerdings wird die Mitarbeiterzufriedenheit über vier Jahre gemessen, bevor Konsequenzen zu befürchten wären. Um das Risiko geringerer Auszahlungen zu verringern, hat der Aufsichtsrat nach Capital-Informationen die bonusrelevanten Fragen von drei auf fünf erhöht und auch gleich noch die Ziele gesenkt.
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