Der Metro-Großaktionär Haniel hat ein Ende des Machtkampfs bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn gefordert. "Wir hoffen, dass die Gesellschafterversammlung den Weg frei macht für eine vernünftige Arbeitsbeziehung", sagte ein Haniel-Sprecher am Montag. Haniel hält 34 Prozent am Handelskonzern Metro, der wiederum 75 Prozent der Anteile an Media-Saturn besitzt. Die Gesellschafter von Media-Saturn sollten im Laufe des Tages in Ingolstadt zusammenkommen.
Metro-Chef Eckhard Cordes und die Minderheitseigentümer Erich Kellerhals und Leopold Stiefel ringen seit langem erbittert um das Sagen bei Media-Saturn.
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, dass sich Haniel-Chef Jürgen Kluge und Aufsichtsratschef Franz M. Haniel Anfang August mit Kellerhals getroffen hätten um auszuloten, wie der Streit geschlichtet werden könne.
Medienberichten zufolge plant Kellerhals weitere Nadelstiche in Richtung Cordes. Dem "Spiegel" zufolge will er auf der Gesellschafterversammlung zwar den sogenannten Cash-Pool-Vertrag verlängern, mit dem die Media-Saturn-Holding überschüssige Barmittel zu günstigen Konditionen an die Metro verleihe. Die Metro solle aber nur noch auf ein Viertel der verfügbaren Gelder zurückgreifen können. Ein Sprecher von Kellerhals' Beteiligungsgesellschaft Convergenta wollte sich dazu nicht äußern. Von der Metro gab es zunächst ebenfalls keinen Kommentar. Spekulationen, der Konzern könne sich von seinen Anteilen an der Elektronikkette trennen, hatte die Metro zurückgewiesen. Für den Handelsriesen sei Media-Saturn ein "integraler Bestandteil" des Portfolios.
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Eine umfassende Analyse zur Situation bei Media-Saturn finden Sie in Capital Heft 09/2011. |
Quelle: Reuters
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