England will keinen Euro als Währung und möchte auch seine Banken
nicht wirklich stützen. Ist aber eine neue Kapitalspritze aus der EU unterwegs,so nimmt man dieses Geld natürlich gern als Stütze für die englischen Banken an.Welch eine verlogene Doppelmoral!
Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von zwölf britischen Banken herabgestuft. Darunter sind mit der
Royal Bank of Scotland (RBS) und
Lloyds zwei der größten Geldhäuser des Landes.
Nach Einschätzung von Moody's schwindet die Bereitschaft der britischen Regierung, die Finanzbranche zu stützen. Mit diesem Argument hatte die Ratingagentur erst kürzlich auch mehrere US-Institute herabgestuft. In der EU wird derzeit aber erneut über Kapitalspritzen für Banken diskutiert. Laut einem Bericht der britischen "Financial Times" könnte im Falle einer europaweiten Stützungsaktion für die Branche auch die RBS neue Staatshilfen erhalten. Das in der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut teilte dagegen mit, es sei hinreichend kapitalisiert.
Die Ratingagentur begründete ihre Entscheidung damit, dass sich die Institute nicht länger auf eine implizite Staatsgarantie verlassen könnten. Seitdem im Herbst 2008 die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzmärkte erschütterte, unternahmen Regierungen weltweit alles, um die Wiederholung eines solchen Debakels zu vermeiden. Lloyds und RBS wurden teilverstaatlicht, Banken dieser Größenordnung gelten seither als "Too big to fail" - zu groß, um fallengelassen zu werden.
Die Bonitätsnoten der RBS und der Bausparkasse Nationwide Building Society, wurden gleich um zwei Stufen von "Aa3" auf "A2" gesenkt. Lloyds und die britische Tochtergesellschaft der spanischen Bank
Santander kamen etwas besser weg, ihr Rating verschlechterte sich um eine Stufe auf "A1". Daneben stufte Moody's auch sieben kleinere Bausparkassen herab.
Quelle: ftd.de
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