Solange wie die EZB das Finanzsystem ohne Limit mit Geld für 1% versorgt,ist alles gut.Wehe aber die Zinsen steigen.Das Ganze ähnelt einem Ritt auf einer Rasierklinge,solide Finanzierung sieht irgendwie anders aus.Es wird höchste Zeit,das die Banken die Karten auf den Tisch legen,wieviel noch im Verborgenen schlummert. Die Zockerei kann nicht unbegrenzt so weiter gehen!Da die Banken aus der letzten Krise nichts gelernt haben,muß ein Trennbankensystem her.Man muß die Banken vor sich selbst schützen,anders geht es offenbar nicht.Der Steuerzahler
kann nicht immer wieder den Retter spielen,für Banker die jedes
Maß verloren haben!
Trotz der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse dürften die europäischen Banken nach Einschätzung von Experten Probleme bei der Refinanzierung haben. "Der wahre Test ist, ob die Banken zu einem vernünftigen Preis Kapital aufnehmen können. Nur dann können sie ihre Rolle in der Wirtschaft erfüllen", sagte Gary Jenkins, Anleihenstratege bei Evolution Securities.
"Refinanzierung ist mittel- und langfristig sowohl für die Banken als auch die Regierungen das zentrale Thema", sagte Klaus Baader, Volkswirt bei Société Générale. Der Europäischen Zentralbank (EZB) komme dabei eine große Rolle zu. "Wir gehen davon aus, dass die EZB noch über 2010 hinaus das Finanzsystem unbegrenzt mit Liquidität versorgen wird", sagte Baader. Bislang sagte die Zentralbank zu, bis Oktober sowohl Wochen- als auch Monatstender voll zuzuteilen. Das bedeutet, dass alle Gebote bedient werden.
Unter der Leitung des europäischen Bankenaufsehers CEBS wurden 91 Banken einem Stresstest unterzogen, um die Spannungen auf dem Interbankenmarkt zu verringern. Dazu wurde ein Konjunktureinbruch und ein Anstieg der Zinsen simuliert. Sieben Kreditinstitute fielen durch, darunter fünf spanische Sparkassen, die griechische ATEBank und die deutsche Hypo Real Estate (HRE). Den Kapitalbedarf beziffern die Aufseher auf 3,5 Milliarden Euro.
Analysten bewerteten die Tests unterschiedlich. Die Kritik konzentrierte sich darauf, dass der Stresstest eine Staatspleite ausschloss, bei den Staatsanleihen nur auf Handelsbuch abhob und die bereits erfolgten Bankenhilfen von Regierungen ausblendete. Nach Schätzungen von Société Générale stützten die Staaten die getesteten Banken mit 197 Milliarden Euro an Kapital. Hätte man die Hilfen abgezogen, wäre die Kernkapitalquote um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte tiefer ausgefallen, führten die Société-Générale-Experten aus.
Der Refinanzierungsbedarf der Banken ist enorm. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass dieses Jahr in der Euro-Zone 877 Milliarden Euro an Bankverbindlichkeiten fällig werden. In den Jahren 2011 und 2012 kämen weitere 771 Milliarden Euro sowie 714 Milliarden Euro hinzu. In Großbritannien benötigen die Kreditinstitute laut der Bank of England bis 2012 rund 800 Milliarden Euro. Das entspreche pro Monat 25 Milliarden Euro - und sei doppelt so viel, wie die Banken in der jüngsten Vergangenheit aufgenommen hätten.
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