Die Banken haben im Stresstest Angaben gemäss Level 1, 2 und
3 gemacht. In Zukunft werden noch weitere Angaben von Kunden
und Aktionären verlangt. In Level 4 geht es um die Bewertung
der Aktiva. Das heisst, die Bonitierung in den Bereichen A,B
und C. Einige europäische Banken haben diesen Standard schon
heute. Bei diesen Banken wird die gesamte Aktiva bonitiert u.
im Geschäftsbrief publiziert. Die Kunden können genau die
Ausfall-Aktiva sehen. Im Level 5 geht es um Aktiva die ver-
sicherungsmäßig nicht abgesichert ist. Diese wird im Ver-
hältnis zum Eigenkapital gestellt. In Level 6 werden die
strengen kanadischen AMC Regeln angewandt. Maximal soll
nur noch das 23 fache des Eigenkapitals die Bilanzsumme aus-
machen. Die Banken sind auf dem richtigen Weg, das Vertrauen
bei den Kunden zurückzugewinnen.
Die von der Europäischen Union (EU) durchgeführten Stresstests bei den Banken haben einigen Experten zufolge nicht unbedingt für mehr Transparenz in der Region gesorgt. Dadurch würden auch die Aussichten für den Euro weiter im Unklaren bleiben.
"Die Bedenken, was die Transparenz angeht, wurden dadurch nicht zerstreut", sagte Win Thin, leitender Devisenstratege bei Brown Brothers Harriman & Co. mit Bezug auf die Stresstest- Ergebnisse. "So wie es aussieht, waren die Stresstests nicht so stressig."
Ähnlich enttäuscht äußerten sich auch einige seiner Kollegen. "Die Glaubwürdigkeit fehlt", sagte beispielsweise Chef-Stratege Brian Dolan von dem Devisenhändler Gain Capital. Samarjit Shankar von BNY Mellon fügt hinzu, "der Weg für die Banken und die Politiker der Eurozone wird lang". Letztendlich werde alles von den Fundamentaldaten abhängen.
Deutsche-Bank-Analyst Matt Spick sprach von einer "verpassten Gelegenheit". Er schrieb: "Insgesamt glauben wir, dass der Stresstest so viele kontroverse Punkte enthält, dass er allein die Märkte nicht beruhigen wird. Wir glauben, dass die schwächeren Banken in Europa verwundbar bleiben werden für Sorgen mit Blick auf ihre Widerstandskraft in einem echten Rückfall in die Rezession."
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hingegen begrüßte den europäischen Banken-Stresstest. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sprach von einem "wichtigen Schritt in Richtung zu mehr Transparenz und mehr Marktvertrauen". Die Veröffentlichung der Daten dürften das europäische Finanzsystem stärken, sagte er in Washington.
Auch US-Finanzminister Timothy Geithner zeigte sich über die Veröffentlichung der Bankenergebnisse erfreut. Damit habe die EU einen wichtigen Beitrag geleistet für die Transparenz der einzelnen europäischen Banken, sagte Geithner nach Angaben seines Ministeriums. Die Stabilität der Finanzmärkte werde dadurch gestärkt.
Deutsche Oppositionspolitiker warnten vor anhaltenden Gefahren. "Die deutschen Institute sind und bleiben wacklig", sagte der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick der "Frankfurter Rundschau". Die Branche verfüge über zu wenig Kapital, um die Risiken abzudecken und erneute Hilfen des Staates auszuschließen. Wie für den Bund müsse es auch für Banken eine Schuldenbremse geben. Die Linkspartei bezweifelte die Aussagekraft des Tests. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble würde die Lage beschönigen und Vertrauen in das Bankensystem vorgaukeln. Der finanzpolitische Linken-Sprecher Axel Troost sagte, Banken müssten vom Staat gezwungen werden, für eine höhere Kapitalbasis zu sorgen.
Nach Ansicht von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank beweisen die Tests die Widerstandskraft der Bankenbranche. Der Bundesverband deutscher Banken erklärte, das europäische Bankensystem habe sich "in besserer Verfassung und krisenresistenter" gezeigt, als mancherorts erwartet worden sei. Aus Sicht von Bafin-Präsident Jochen Sanio haben sich die deutschen Banken "als robust und widerstandsfähig" erwiesen.
Insgesamt 84 von 91 europäischen Banken bestanden den Stresstest. Dagegen fielen die deutsche Hypo Real Estate, eine griechische und fünf spanische Banken durch. 13 von 14 deutschen Instituten schafften den Test. Getestet wurden 91 Banken aus 20 europäischen Staaten.
Bei dem Stresstest wurde untersucht, ob eine Bank auch dann überlebensfähig ist, wenn sich die Märkte sehr negativ entwickeln oder die Konjunktur einbricht.
Quelle: Capital
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Was die Leser sagen
Im Quartalsbericht 06/2008 der BIZ geht hervor, dass die Bankster weltweit auf über 600 Billionen Dollar absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, Europas Bankster immerhin noch auf 22,5 Billionen Euro, die allesamt aus den Bilanzen ausgelagert wurden, um den sofortigen Kollaps zu vermeiden.
Zum Zwecke der Täuschung der Finanzaufsicht hatte z.B. die SachsenLB 64 Milliarden Euro wertloser Papierschnipsel in 11 verschiedenen Irischen Zweckgesellschaften ausgelagert. Die LBBW hatte die SachsenLB übernommen, in voller Kenntnis dieser faulen Eier.
Die Bilanzregeln wurden zum Zwecke der Verhinderung des sofortigen Kollapses geändert. Und für all diese Betrügereien gab es noch fürstlich Boni vom Steuerzahler, anstatt eine Fahrt in die Klappsmühle, um weiteren Schaden vom Volke abzuwenden.
Wir sehen erst einen ganz kleinen Teil der Krise, deshalb ist sie noch lange nicht vorbei! Und bei den Banken hat sie noch nicht einmal angefangen!!
Ich hoffe doch, dass dieser Bürgerverdummungsstresstest dazu führt, dass auch die letzten begriffen haben, dass man langsam seine Vermögensanlagen in Edelmetalle umtauschen sollte.
Erst krachten die Banken, jetzt kommen die Retter immer mehr in Bedrängnis. Diese Operation ist eine Operation zur Beruhigung der Märkte, damit die unvermeidliche Währungsreform Erfolg hat, ein Reset im Finanzsystem und sich die Ersparnisse einer ganzen Generation in Luft auflösen.
Ein ganz wichtiger Punkt fehlt in dieser Simulation! Das Risiko-
und Liquiditätsrisiko wurde völlig ausgeblendet. Dabei zeigte sich doch in der Krise, wie wichtig dies für die Banken ist. Wahrscheinlich würden diese Kriterien das Ergebnis auf den Plätzen total verändern, und das nicht zum Besten! Aber genauso
heuchlerisch ist es nun von den Politikern von der "Stärkung des Eigenkapitals" zu faseln, und gleichzeitig durch eine Bankenabgabe dies zu schwächen. Banken, die noch nicht einmal in der Lage sind die Zinsen für den Soffin aufzubringen, als solide finanziert anzusehen, bedürfen wohl einer sehr "rosaroten Brille". Dieser Stresstest war weder den Arbeitsaufwand noch das Geld wert, das er verschlungen hat!
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