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02.09.2011
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Deutsche Bank
Deutsche Bank
Foto: ddp

Plan für den Notfall

Deutsche Bank auf Sparkurs

von Tim Bartz , Reinhard Hönighaus , Karsten Röbisch

Das Geldinstitut steht vor Kürzungen in Milliardenhöhe: Falls sich die gesamtwirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verschlechtert, will die Deutsche Bank bis zu 2 Mrd. Euro sparen. Das könnte Arbeitsplätze kosten - vor allem im Investmentbanking.

Den Beschäftigten der Deutschen Bank droht nach FTD-Informationen 2012 eine weitere Sparrunde, sofern sich die gesamtwirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verschlechtert. Das mögliche Sparziel wird in Finanzkreisen auf 1 Mrd. bis 2 Mrd. Euro pro Jahr beziffert.

Das könnte zum Abbau von Arbeitsplätzen führen - vor allem im Investmentbanking. Die Sparte steuert zwar den Löwenanteil zum Konzerngewinn bei, ist aber enorm schwankungsanfällig. Seit Monaten leidet sie unter den Folgen der Schuldenkrise in Europa und den USA und der daraus resultierenden Risikoscheu vieler Anleger.

Noch ist nicht entschieden, ob und wie stark die größte deutsche Bank sparen muss, heißt es in höchsten Konzernkreisen. Sollte die Lage am Kapitalmarkt aber ähnlich fragil bleiben wie im August und sich die Konjunkturlage weiter verdüstern, müsse im Oktober oder November neu nachgedacht werden. "Wenn die Umsätze im Wertpapier- sowie Devisenhandel zurückgehen, kaum noch Börsengänge anstehen und die Wirtschaft schwächelt, sieht die Lage anders aus", sagte ein Insider. Bei der Deutschen Bank hieß es zum möglichen Sparprogramm lediglich, der Konzern wolle auch in Zukunft Marktanteile gewinnen.

Eine Sparrunde wäre wegen des anstehenden Machtwechsels bei der Deutschen Bank brisant. Vorstandschef Josef Ackermann soll im Mai 2012 Aufsichtsratsvorsitzender werden, ihm folgt eine Doppelspitze mit Deutschland-Boss Jürgen Fitschen sowie dem obersten Investmentbanker Anshu Jain - dessen Sparte leidet derzeit am meisten. Beide dringen darauf, mögliche Kürzungen und Stellenstreichungen noch unter Ackermanns Ägide zu beschließen, um selbst unbelastet an den Start zu gehen. Ackermann wiederum hat wenig Neigung, seine dann zehnjährige Amtszeit als Konzernchef mit einem Sparprogramm zu beenden.


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