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18.11.2010
Während der Finanzkrise mussten zahlreiche US-Institute mit Milliardenbeträgen gestützt werden
Während der Finanzkrise mussten zahlreiche US-Institute mit Milliardenbeträgen gestützt werden
Foto: dpa

Finanzmarktregulierung

US-Notenbank plant neuen Stresstest

Die Fed will den 19 größten Banken des Landes erneut auf den Zahn fühlen. Grund dafür sind unter anderem die Nachwehen der Immobilienkrise. Nur wer über ausreichend Eigenkapital verfügt, soll seine Dividenden erhöhen dürfen.

Die 19 größten amerikanischen Banken müssen sich erneut einem Stresstest unterziehen. Die US-Notenbank Federal Reserve macht eine hinreichende Kapitalausstattung zur Voraussetzung dafür, dass die Institute ihre Dividenden erhöhen dürfen. Die Fed reagiert damit auf Ankündigungen von JP Morgan und anderen Banken, ab 2011 wieder mehr Geld an die Aktionäre auszuschütten. Die US-Notenbank will dies nur zulassen, wenn die Institute nachweisen können, dass sie für eine neuerliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage gerüstet sind.

Anlass für die neuerliche Prüfung ist unter anderem, dass auf die Banken hohe Kosten für den Rückkauf gebündelter Hypothekenpapiere zukommen könnten. Eine Sprecherin der Notenbank sagte der "Financial Times Deutschland" (FTD), dass "mögliche Rückforderungen im Zusammenhang mit der Hypothekenverbriefung der Banken ein Faktor sind, aber nicht der einzige“. Ein Ausschuss des US-Kongresses hatte Anfang der Woche gewarnt, Schlampereien bei der Verbriefung von Hauskrediten könnten dazu führen, dass einzelne Institute Papiere in Milliardenhöhe von Investoren zurücknehmen müssten.

Die US-Notenbank forderte die bereits am ersten Stresstest im Frühjahr 2009 beteiligten Großbanken am Mittwoch auf, bis zum 7. Januar 2011 umfassende Unterlagen über ihre Kapitalausstattung einzureichen. Diese Verpflichtung gelte unabhängig davon, ob sie eine Dividendenerhöhung planten oder nicht. Die Fed will dann prüfen, ob die Banken genug Kapital vorhalten, um ein "von der Federal Reserve definiertes Krisenszenario" zu überstehen. Ferner müssten die Banken die Folgen der US-Finanzmarktreform für ihr Geschäftsmodell erläutern. Auch einen Plan für die Erfüllung der künftigen Basel-III-Eigenkapitalstandards des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht müssen sie vorlegen.

Die US-Notenbank forderte die bereits am ersten Stresstest im Frühjahr 2009 beteiligten Großbanken am Mittwoch auf, bis zum 7. Januar 2011 umfassende Unterlagen über ihre Kapitalausstattung einzureichen. Diese Verpflichtung gelte unabhängig davon, ob sie eine Dividendenerhöhung planten oder nicht. Die Fed will dann prüfen, ob die Banken genug Kapital vorhalten, um ein "von der Federal Reserve definiertes Krisenszenario" zu überstehen. Ferner müssten die Banken die Folgen der US-Finanzmarktreform für ihr Geschäftsmodell erläutern. Auch einen Plan für die Erfüllung der künftigen Basel-III-Eigenkapitalstandards müssen sie vorlegen.

Die Fed stellte überdies klar, vor einer Dividendenerhöhung oder Aktienrückkäufen müssten die Banken etwaige Staatshilfen zurückzahlen. Während der Finanzkrise mussten zahlreiche Institute mit Milliardenbeträgen gestützt werden. Von den 19 jetzt zu einem zweiten Stresstest aufgerufenen Banken haben zwölf die Staatshilfen allerdings bereits zurückgezahlt: Die Bank of America, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley, Wells Fargo, American Express, BB&T, BNY Mellon, Capital One, PNC, State Street und US Bancorp

Schulden bei der Regierung haben derzeit noch die in der Krise teilverstaatlichte Citigroup, Fifth Third, First Ally, KeyCorp, Regions Financial und Sun Trust. Der Versicherer MetLife kam ohne Staatshilfen durch die Krise.


Quelle: ftd.de
© 2010 capital.de

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