Schlussspurt in den Beratungen über neue Eigenkapitalvorschriften für Banken: Experten des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht stellen am Dienstag die Weichen für eine Erhöhung der Kernkapitalquote der Finanzinstitute. Die sogenannten Basel-III-Regeln sollen die Widerstandskraft der Banken gegen künftige Finanzkrisen stärken.
Die Branche warnt indes vor gefährlichen Nebenwirkungen: „Wer hier überzieht, gefährdet die wirtschaftliche Erholung und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt“, sagte am Montag der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Hans-Joachim Massenberg. Denn allein die zehn größten deutschen Banken müssten sich 105 Mrd. Euro zusätzliches Eigenkapital beschaffen.
Der BdB pocht deshalb auf Übergangsfristen von zehn bis zwölf Jahren. Auch diese Fristen stehen bei der Expertensitzung am Dienstag auf der Tagesordnung. Am Sonntag tritt dann der Leitungsausschuss des Baseler Ausschusses zusammen, in dem die Notenbankpräsidenten und Chefs der Finanzaufsichtsbehörden der 27 führenden Industrie- und Schwellenländer sitzen. Endgültig sollen die Regeln auf dem G-20-Gipfel im November verabschiedet werden.
- Warum werden die Eigenkapitalvorschriften für Banken verschärft?
- Was gehört zum Kernkapital?
- Wie hoch wird die Kernkapitalquote künftig liegen?
- Wie wird die Verschuldungsobergrenze aussehen?
- Was hat es mit der Liquiditätsreserve auf sich?
- Was bedeuten die neuen Regeln für die wirtschaftliche Entwicklung?



















